Annie Leibovitz - "A Photographer`s Life 1990-2005"
Als ebenso eigenwillige wie beeindruckende Autobiograhie in Bildern könnte man das neue Buch der amerikanischen Photographin Annie Leibovitz bezeichnen. A Photograher´s Life ist zu gleichen Teilen Familienalbum, Werkschau und persönliches Tagebuch der letzte fünfzehn Jahre. Photos aus ihrem Privatleben und professionelle Arbeiten insgesamt 343 teils farbige, teils schwarzweiße Aufnahmen durchsetzt mit Kontaktbögen - fügen sich nathlos zu einer Chronik der Ereignisse, der offiziellen Aufträge und privaten Erlebnisse. (Klappentext)
Alison Bechdel - "Fun Home"
Der große literarische Überraschungserfolg aus den USA erzählt in einer sensationellen Form die Geschichte einer jungen Frau, die einem Familiengeheimnis auf die Spur kommt: in Worten und Bildern, die sich zu einem Meisterwerk der Comic-Kunst zusammenfügen.
Alison Bechdel, Autorin und Erzählerin dieses literarischen Comics, verstand in ihrer Jugend nie, warum ihr Vater, Bestattungunternehmer und Englischlehrer an der örtlichen Highschool, offenbar seine Bücher mehr liebte als seine Famile.
Vorsichtig umkreist Alison Bechdel die Zeit vor und nach dem Tod des Vaters und zieht dabei alle literarischen Register.
Alexis Schwarzenbach - "Auf der Schwelle des Fremden - Das Leben der Annemarie Schwarzenbach"
"Das Leben zerfetzt sich mir in 1000 Stücke", schreibt Annemarie Schwarzenbach 1935 in einem Brief an Klaus Mann düstere Zeilen für eine 27-Jährige. Dabei scheint die begabte Schriftstel lerin und Tochter aus reichem Schweizer Elternhaus vom Glück eigentlich begünstigt: gebildet, von außergewöhnlicher androgyner Schönheit und Melancholie sie verdreht Männern und Frauen gleichermaßen den Kopf und mit einer großen Leidenschaft für alles Fremde führt sie ein unangepasstes Leben. Mit ihrem Auto fährt sie von der Schweiz nach Afghanistan, Indien, Irak und Iran, wo sie auch einige Zeit lebt; sie arbeitet in Belgisch-Kongo und den USA. Ihre Erlebnisse hält sie in faszinierenden Fotografien und poetischen Texten fest. Aber es gibt auch eine dunkle Seite: Ex zesse, Drogen, Depressionen, immer wieder vermischt mit kreativen Schüben, ein Tanz auf einer schmalen Klinge, der wiederholt in Entzugskliniken und in die Psychiatrie führt. Man vermutet begin nende Schizophrenie und vernachlässigt die Suche nach den Gründen: Die komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung, ihre Homo sexualität und die Stigmatisierung durch die Gesellschaft, die politische Lage in Europa, der innere Rückzug als Reaktion auf das äußere Chaos. Klaus Mann antwortet damals: "Wir werden es schon zuwege bringen, das Leben". Annemarie stirbt 1942 an den Folgen eines Fahrradunfalls, Klaus sieben Jahre später an einer Überdosis Schlaftabletten. Alexis Schwarzenbach zeichnet mithilfe zum Teil unveröffentlichter, aus Familienbesitz stammender Dokumente und Fotos, sowie umfangreichen Archivmaterials (darunter der Nachlass der Familie Mann) das Leben seiner Großtante nach. Erstmals publizierte Texte und zahlreiche Bilder, die das Talent Schwarzenbachs als Fotojournalistin belegen, ermöglichen ein umfassendes Portrait der schillernden Schweizerin.
Über den Autor
Dr. Alexis Schwarzenbach, Jahrgang 1971 und Urenkel von Renee Schwarzenbach-Wille, studierte Geschichte am Balliol College in Oxford und promovierte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Nach längerer Tätigkeit als Lektor und mehreren Forschungsaufenthalten im Ausland lebt er in Zürich. Zuletzt veröffentlichte er »Die Geborene« über Renée Schwarzenbach und »Das verschmähte Genie« über Albert Einstein.
Daniel Schreiber - "Susan Sontag. Geist und Glamour"
Die erste Biographie über die große amerikanische Schriftstellerin: Auf der Grundlage zahlreicher neuer Quellen und Gespräche u. a. mit Nadine Gordimer, Robert Wilson, Michael Krüger sowie Sontags Sohn David Rieff.Susan Sontag galt mit ihrer markanten Erscheinung, den pechschwarzen Haaren und der exzentrischen silbergrauen Strähne, als erste öffentliche Intellektuelle Amerikas und Celebrity zugleich. Sie trat in Filmen von Andy Warhol und Woody Allen auf, wurde von Annie Leibovitz und Diane Arbus fotografiert, war Werbegesicht der Wodka-Marke "Absolut" und verfasste gleichzeitig kulturkritische Essays. Darüber hinaus machte sie sich als Filmemacherin, Theaterregisseurin, Dramatikerin und Romanautorin weltweit einen Namen. Diese erste Biographie der politischen Provokateurin zeichnet das herausragende Bild einer widersprüchlichen und glamourösen Frau, deren Leben die kulturellen und medialen Umbrüche des 20. Jahrhunderts spiegelt. (Umschlagtext)
Christiane Leidinger - "Keine Tochter aus gutem Hause"
Johanna Elberskirchen (1864 1943) war keine »Tochter aus gutem Hause«. Die Hürde der sozialen Herkunft spornte sie jedoch an, sich darüber hinwegzusetzen. Bildung, Lohnarbeit, sogar ein Frauenstudium in der Schweiz wurden für die lebenshungrige Bonnerin zu einer Quelle, aus der sie viele Interessen schöpfte. Als Rednerin, Aktivistin und Schriftstellerin wurde ihre schärfste Waffe das Wort: Ihre Schriften sind pathetisch, polemisch, provokant, ihre Überlegungen zielen auf Freiheit und soziale Gerechtigkeit und sind überraschend modern. 1943 starb Johanna Elberskirchen in Rüdersdorf bei Berlin, wo sie in eigener homöopathischer Praxis arbeitete. Die Umstände der Beisetzung waren mysteriös: Erst 1975 fanden und vergruben zwei Frauen heimlich ihre Urne. Jahrzehnte später ehrte die Gemeinde sie mit einer Gedenktafel. Erstmals werden die verschiedenen Spuren des ungewöhnlichen und kämpferischen Lebens von Johanna Elberskirchen für die Befreiung von Frauen, ArbeiterInnen, Lesben und Schwulen verfolgt. Christiane Leidinger entwirft dabei ein lebendiges und faszinierendes Panorama der Zeit vom deutschen Kaiserreich bis zum Nationalsozialismus. Ein Buch, das Geschichte spüren lässt, über bewegte und durchaus widersprüchliche politische Wege einer umstrittenen Feministin, Sexualreformerin und Sozialdemokratin.
Über die Autorin
Christiane Leidinger ist freiberufliche Politologin und lebt in Berlin. Sie promovierte zu Globalisierung und Medien und arbeitet seit zehn Jahren als Lehrbeauftragte v.a. an Berliner Universitäten. Aktuell forscht sie über politische Theorien von Widerstand im 20. Jahrhundert.
Mirjam Pressler – "Für Isabel war es Liebe"
Isabel ist Anfang 20 und studiert in Hamburg Kunstgeschichte. Seit ihrer Schulzeit ist sie begeistert von dem Maler Modigliani. Zusammen mit ihrer Freundin Conny, einer fünf jahre älteren Ärztin, fährt sie nach München zu ihren Eltern, um dort den Geburtstag ihrer Mutter zu feiern. Die Autofahrt wird zu einer Reise in die Vergangenheit. Isabel erzählt Conny zum ersten Mal Genaueres über ihre Familie und ihre erste große Liebe, Daniela.
Als Isabel 17 ist, erkrankt ihre Mutter an Brustkrebs, und fast zur selben Zeit lernt sie in der Schule Daniela kennen. Beide besuchen eine AG zum Thema Aktzeichnen. Daniela ist die Erste, die sich als Modell zur Verfügung stellt, und Isabel ist sofort von ihr gefangen.
Die folgenden Monate werden bestimmt durch die bedrückende Stimmung zu Hause und durch die leidenschaftliche Beziehung mit Daniela, die ihr hilft, der Verzweiflung und ihren Ängsten zeitweise zu entkommen. Die Therapie ihrer Mutter ist am Ende erfolgreich.
Als Isabel von Daniela verlassen wird, ist sie zutiefst verletzt. Nach dem Abitur entflieht sie ihrem Elternhaus und zugleich den Erinnerungen an Daniela und geht zum Studium nach Hamburg. Doch die Verletzungen wirken nach, und sie hat lange Zeit Schwierigkeiten, sich auf eine Beziehung einzulassen. Die zu Conny ist die erste, die über einen längeren Zeitraum anhält.
Es fällt ihr jedoch sehr schwer, Conny von ihrer ersten Liebe zu erzählen. Sie glaubt, Conny würde sie dann mit anderen Augen sehen, als eine, die verlassen worden ist.
Der Roman erzählt die Geschichte eines Coming-outs und zugleich den Prozess der Abnabelung von den Eltern.
Dem Roman ist streckenweise deutlich anzumerken, dass die Autorin vor allem Jugendbücher schreibt. Die übermäßig große Bedeutung, die dem Scheitern der ersten Liebe beigemessen, ist hierfür beispielsweise typisch. (K.S.)
Jeanette Winterson – "Auf den Körper geschrieben"
Eine nicht näher bezeichnete Person führt lange Zeit ein Leben mit eher flüchtigen Affären, verspürt irgendwann den Wunsch nach Verlässlichkeit und nach einer durchschnittlichen, dauerhaften Beziehung und findet dies tatsächlich bei einer Frau mit Namen Jacqueline. Mit diesem etwas monotonen, aber angenehmen Leben ist es schlagartig vorbei, als Louise auftaucht: schön, faszinierend und verheiratet – mit dem Krebsforscher Elgin. Es entwickelt sich eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, die von intensiven Gefühlen und starker erotischer Anziehung auf beiden Seiten geprägt ist. Louise will sich von ihrem Mann scheiden lassen. Der jedoch sieht seine Chance gekommen, als sie an Leukämie erkrankt. Er will für die beste Behandlung sorgen, die möglich ist, allerdings unter einer Bedingung: Sie muss ihre Affäre beenden und zu ihm zurückkehren. Louise weigert sich und spielt ihre Krankheit herunter, wird jedoch aus Liebe verlassen. „Liebe Louise, ich liebe Dich mehr als das Leben. […] Ich gehe heute nacht fort, […]. Wenn ich bleibe, wirst Du es sein, die geht, in Schmerzen, ohne Hilfe. […] Ich will, dass Du lebst.“ So heißt es in dem Brief, den die Ich-Erzählerin oder der Ich-Erzähler der Geliebten zurücklässt. (Tatsächlich wird an keiner Stelle deutlich, ob eine Frau oder ein Mann die Geschichte erzählt, weder Geschlecht noch Name werden erwähnt.)
Ihre/seine Gedanken kreisen in der Folge fast ausschließlich um Louise, und sie/er wartet mit wachsender Unruhe auf eine Nachricht von Elgin.
„Auf den Körper geschrieben“ ist ein faszinierender Roman, sprachlich kraftvoll und intensiv. (K.S.)
Patricia Highsmith – "Elsies Lebenslust"
Elsie Tyler – 20 Jahre alt, schön, lebendig – berührt alle, die ihr begegnen. Der Maler und Illustrator Jack Sutherland ist ebenso von ihr fasziniert wie seine Frau Natalia, die in der Galerie einer Freundin arbeitet, oder Natalias schwule Freunde Louis und Bob. Besonderen Eindruck macht Elsie auf Ralph Linderman, einen geschiedenen älteren Mann, der die Welt im Allgemeinen für verdorben hält und sich in den Kopf gesetzt hat, Elsie vor den schädlichen Einflüssen und den überall lauernden Gefahren der Großstadt New York zu bewahren: vor Männern, Drogen und Prostitution.
Was er nicht weiß: Elsie ist lesbisch, zurzeit jedenfalls. Sie hat wechselnde Freundinnen und ist fest entschlossen, ihr Leben zu genießen. Zugleich aber ist sie ehrgeizig und möchte Schauspielerin werden. Sie fühlt sich von Linderman verfolgt und vertraut sich Jack an, den sie in einem Coffeeshop kennenlernt, in dem sie eine Zeitlang arbeitet. Auch Linderman kennt Jack, er hat ihm einmal dessen verlorene Brieftasche zurückgebracht, und spricht diesen wiederholt wegen Elsie an. Schließlich beginnt er, auch Jack zu beobachten, da er glaubt, dass dieser ein Verhältnis mit Elsie hat und damit nicht nur Elsie, sondern auch seiner Frau schadet.
Elsie wird unterdessen zu einem erfolgreichen Fotomodell und studiert zudem englische Literatur. Außerdem fängt sie ein Verhältnis mit Natalia Sutherland an.
Mit ihrer „Lebenslust“ macht sie sich nicht nur Freunde, weckt nicht nur Faszination, sondern offenbar auch Hass und Eifersucht, wie schließlich auf dramatische Weise deutlich wird.
„Elsies Lebenslust“ dreht sich um verschiedene Personen der New Yorker Künstlerszene und um einen Mann, der diese Welt aus der Distanz mit Misstrauen und Unverständnis betrachtet. Zentrale Themen sind Liebe und Beziehungen sowie sexuelle Anziehung und Orientierung.
Elsie steht im Zentrum des Romans, bestimmt Aktivitäten und Gedanken der anderen, auch wenn sie selbst meist gar nicht anwesend ist. Die eigentlichen Hauptfiguren sind andere: Jack und Natalia Sutherland sowie Ralph Linderman. (K.S.)
Monique Truong – "Das Buch vom Salz"
„KOCH GESUCHT. Zwei amerikanische Damen wünschen einen Koch einzustellen. Rue de Fleurus – melden Sie sich beim Concierge.“
Diese Stellenanzeige liest der junge Vietnamese Binh im Jahr 1929 in einem Park auf einer Bank. Bei den amerikanischen Damen handelt es sich um die Schriftstellerin Gertrude Stein und ihre Geliebte Alice B. Toklas.
Binh bekommt die Stelle und lebt fortan im Haushalt der beiden Frauen, seinen „Mesdames“, wird Zeuge ihrer innigen Beziehung und ihrer Eigenheiten, kocht für sie, ihre exzentrischen Hunde und ihre Gäste. Er berichtet davon mit Zuneigung, denn die Tätigkeit bei „den Steins“ hebt sich wohltuend von seinen vorigen Anstellungen ab, die relativ schnell aufeinander gefolgt sind.
Die Schilderung seiner Erlebnisse in Frankreich wechselt ab mit Rückblicken auf seine Kindheit und Jugend in Vietnam, wo Binh zuletzt in der Küche des Generalgouverneurs arbeitete. Als seine Liebe zu dem Küchenchef bekannt wurde, verlor er nicht nur seinen Job, sondern wurde auch von seinem Vater aus dem Haus geworfen. Er verließ Vietnam und damit auch seine geliebte Mutter, arbeitete längere Zeit als Küchenjunge auf verschiedenen Schiffen und landete schließlich in Frankreich.
In Frankreich ist er nur allzu sichtbar ein Fremder. Er ist auf der Suche nach Arbeit und nach Liebe, beides erweist sich jedoch immer wieder als flüchtig. Als seine „Mesdames“ nach Amerika zurückkehren, steht er nach einigen Jahren der Sicherheit wieder am Anfang.
„Das Buch vom Salz“ ist ein schöner, poetischer Roman voll intensiver Schilderungen und eindrucksvoller Bilder.
Eine besondere Rolle spielt das Salz. Es gibt verschiedene Arten von „Salz“, wie Binh am Ende feststellt: „Kochsalz, das Salz von Schweiß, in den Tränen oder im Meer“. „Salz“ ist somit Zutat des Lebens, und Binh hat Erfahrungen mit den verschiedenen Formen gemacht: „Wie es brennt, wie es sticht, wie stark es ist, bei all dem gibt es feine Unterschiede.“ (K.S.)
Reneé Schwarzenbach-Wille - "Bilder mit Legenden"
Renée Schwazenbach-Wille (1883-1959) fing als 14-jährige an zu fotografieren und machte ihre letzte Aufnahme ein halbes Jahr vor ihrem Tod. In über 100 Fotoalben haben sich rund 10 000 Aufnahmen erhalten, die das außergewöhnliche Leben der willensstarken Generalstochter aufs Eindrücklichste dokumentieren.
Ihre Fotografien erzählen eine Familiengeschichte, in deren Mittelpunkt Renées Freundin, ihr Gatte und ihre Kinder stehen, allen voran ihre Tochter Annemarie. Individuelle Lebenswege weden nachgezeichnet, von der Geburt über Krankheit und körperlichen Zerfall bis zum Tod, vom ersten Besuch bis zum Verschwinden aus dem Leben der fotografierenden Beobachterin. Die Aufnahmen zeugen von den vielfältigen musikalischen und sportlichen Interessen Renées, aber auch von ihrer fragwürdigen politischen Weltanschauung. Sie zeigen die radikal persönlichen Ansichten einer Frau, deren rastloses fotografisches Auge stets auf der suche nach neuen Bildern war.
Corinna Waffender - "Flüchtig bleiben"
Die 28-jährige Toni stellt sich bei der 40-jährigen Katharina wegen eines Jobs als Putzhilfe vor. Dies ist die erste Begegnung zweier ungleicher Frauen, die sich sofort stark voneinander angezogen fühlen, ohne dass die jeweils andere etwas davon ahnt.
Toni nimmt den Job an und erhält von Katharina den Wohnungsschlüssel. Katharina richtet es aber so ein, dass sie sich häufig begegnen, sie bemüht sich um Toni, lädt sie wiederholt zum Kaffee ein, doch Toni bleibt reserviert, ist nicht bereit, sich auf Nähe einzulassen und sich zu öffnen. Sie nennt Katharina weder ihren Familiennamen, noch erzählt sie, aus welchem Land sie stammt – „aus Lateinamerika“ muss als Information reichen.
Die Leserin erfährt im Gegensatz zu Katharina den Grund für Tonis Distanziertheit: Toni stammt aus einem reichen Elternhaus und hat einen einflussreichen Vater. Eines Tages ist sie aus dieser Welt ausgebrochen und hat sich der Guerilla angeschlossen, um für die Armen in ihrem Land zu kämpfen. Sie musste schließlich ihr Land verlassen und ist in Deutschland, zuletzt in Berlin, untergetaucht.
Nach einiger Zeit entwickelt sich zwischen den beiden Frauen eine Liebesbeziehung, doch Toni bleibt auf Distanz. Katharina fühlt sich immer wieder zurückgestoßen und glaubt, dass Toni nichts für sie empfindet. So steuert die Geschichte auf ihren dramatischen Höhepunkt zu, der eine völlig neue Situation schafft.
"Flüchtig bleiben" ist ein literarischer Roman, der seinen Reiz aus seiner poetischen Sprache und einer besonderen Erzählstruktur zieht. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, die abwechselnd in kurzen Sequenzen von wenigen Seiten die Perspektive der beiden Frauen darstellen, Katharinas in der Ich-Form, Tonis in der 3. Person Singular. Katharinas Teil beginnt mit der ersten Begegnung der beiden, Tonis hingegen in der Vergangenheit, mit der Zeit in der Guerilla. Zuletzt treffen sich beide Erzählstränge. (K.S.)











