Magisterarbeit von Koch-Rein, Anne

Passing Moments: FTM-bodies in contemporary transgender photography

Während transsexuelle Sichtbarkeit über Jahrzehnte sowohl im gesam­ten Medienspekt­rum als auch in trans* Kontexten über Darstellungen von Transfrauen organisiert wurde, sind seit Mitte der 1990er Jahre in großer Zahl Bilder von FzM-Körpern insbesondere in photographischen Praxen von und (allerdings nicht aus­schließlich) für transgender und queere Sub­kulturen aufgetaucht. Passing Moments fragt vor diesem Hintergrund nach der subkulturellen Arbeit, die diese Bilder leisten. Ihre Strategien des Umgangs mit passing, Sichtbarkeit, Blickbeziehungen, Identität und Gemeinschaft (community) werden erarbeitet an Beispielen aus dem Werk von Loren Cameron, Dean Kotula und Del LaGrace Volcano. ...

trans*_homo - differenzen, allianzen, widersrpüche. differences, alliances, contradictions.

Begleitbuch zur Ausstellung

„Also früher warst Du lesbisch, und jetzt bist Du schwul?“
Verwirrende Fragen wie diese greift Trans*_Homo auf. Der Fokus liegt dabei auf der Leerstelle: dem _Gap_ zwischen den Kategorien.
Trans* ist ein Oberbegriff für Menschen, die ihr Geschlecht anders definieren, als es ihnen bei der Geburt zugewiesenen wurde. Der Stern * dient als Platzhalter für ein breites Spektrum von Identitäten, Lebensweisen und Konzepten, auch solchen, die sich geschlechtlich nicht als Mann oder Frau verorten (lassen) möchten.
Das Begleitbuch zur Ausstellung Trans*_Homo. Von lesbischen Trans*schwulen und anderen Normalitäten (August – November 2012 im Schwulen Museum Berlin) entwirft ein Wechselspiel zwischen Kunst, Aktivismus und Wissenschaft. Trans*_Homo diskutiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Ein- und Ausschlüsse zwischen trans*, schwul und lesbisch und untersucht Lebensrealitäten in den Feldern Sprache, Recht und Medizin.
Künstlerische Arbeiten und ergänzende Texte sprechen aus Trans*Perspektiven. Aus diesen wird der Blick zurückgeworfen sowohl auf Wissenschaft und Gesellschaft als auch auf schwul-lesbische Räume und die Frage, ob und wie Trans* sich selbst in diesen Räumen verorten will.
Mit Beiträgen von: Adrian de Silva, Anja Weber, Anna Heger, Anthony Clair Wagner, Dean Spade, Del LaGrace Volcano, eddie gesso, Hans Scheirl, Ins A Kromminga, J. Jackie Baier, Jakob Lena Knebl, Jannik Franzen, Jason Elvis Barker, Jens Borcherding, Justin Time, Nathan Gale, Minette Dreier, Persson P. Baumgartinger, Rainer Herrn, Risk Hazekamp, Sabine Ercklentz, Sandra Alland, Sara Davidmann, Simon Croft, Susan Stryker, Tom Weller, Toni Schmale, Trystan Cotten, Ulrike Klöppel u.a.

Tania Witte - Leben nebenbei

Das Leben nimmt keine Rücksicht auf Befindlichkeiten. Wer Schritt halten will, muss rennen - kann stolpern und wird fallen. Da hilft nur Humor, Staub abklopfen, und weiter rennen.

Die exaltierte Karrierefrau Johanna ist spurlos verschwunden. Als ihre Haushaltshilfe Frau Schäfer merkt, dass niemand ihre Arbeitgeberin vermisst, wirft sie jede Diskretion über Bord und sich selbst ins Geschehen. Auch die frischgebackene Mutter Marte wird von dem Strudel, den das Leben erzeugt, in unverhoffte Abgründe gezogen, und die besonnene Nicoletta kämpft mit Rollenerwartungen und der Frage, die auch die schöne Tekgül umtreibt: Kann ein Mensch sich willentlich entlieben?

Berlin, Erkner, Island, Johannesburg und ein Dorf bei Ingolstadt - die Irrungen des Lebens würfeln den queeren Freundeskreis durch die Welt und am Ende landen alle da, wo es am meisten weh tut: bei sich selbst.

In leben nebenbei verzaubert die quirlig-queere Autorin Tania Witte ihre Leserinnen und Leser erneut durch ihre lebendige Sprachkunst, doch neben dem Stil sind es vor allem die Geschichten um Nicoletta und ihre Freundinnen, für die man das Buch lieben wird.

Tania wird am Mittwoch, den 28.11.2012, um 20.00 Uhr bei der Herbstlese in der Begine aus leben nebenbei lesen. Ausserdem stellt Birgit Utz ihren neuen Roman Smalltown Blues vor. Begleitet werden die Buchpräsentationen von Sookee mit ihren Rap-Tracks, in denen sie Hip-Hop-Klischees ein subversives Bein stellt.

Tania Witte - Beziehungsweise Liebe

Sieben Frauen. Ein Mann. Und viel dazwischen. Ergibt, geschüttelt, dreieinhalb Paare und jede Menge Gefühle!

Eigentlich wäre nichts dabei, dass sich die ebenso erfolgreiche wie egozentrische Geschäftsfrau Johanna in die pin-up-taugliche Tekgül verliebt – hätte Tekgül nicht eine Beziehung mit Marte, die fest entschlossen ist, ein Kind zu bekommen.

Doch die drei sind in ihrem Freundeskreis nicht die Einzigen, bei denen das komplizierte Beziehungskarussell zu stolpern beginnt. Sexuelle Obsessionen, die Kinderfrage, der Umgang mit einem Übermaß an Glück und die Verweigerung der Volksweisheit, dass es zu jedem Topf einen passenden Deckel gibt, wirbeln die ebenso bunten wie liebenswerten Protagonistinnen in diesem temporeichen Roman durch das queere Berliner Leben.

Tania Witte - die Schriftstellerin, Journalistin und Spoken-Word-Performerin lebt un schreibt seit 2004 in Berlin. beziehungsweise liebe ist ihr erster Roman.

Sarah Waters - Der Besucher

Hundreds Hall, ein majestätisches Anwesen im ländlichen England. Hier wohnt die verwitwete Mrs. Ayres mit ihren erwachsenen Kindern Caroline und Roderick. Als der Landarzt Dr. Faraday wegen eines Notfalls herbeigerufen wird, ist er wie gebannt von der geheimnisvollen Atmosphäre des Hauses. Schon bald erfährt er, dass in Hundreds Hall merkwürdige Dinge geschehen: Möbelstücke, die ein Eigenleben führen, kryptische Zeichen, die plötzlich an den Wänden auftauchen, bedrohliche Geräusche, die unerklärbar scheinen. Dr. Faraday begegnet der wachsenden Panik der Familie zunächst mit Ruhe und Beschwichtigung. Doch das Schicksal der Ayres nimmt unaufhaltsam seinen Lauf und ist enger mit seinem eigenen verwoben, als er ahnt.

Das Buch ist der erste Mystery Roman der mehrfach preisgekrönten, britischen Autorin, die in erster Linie durch die, allesamt verfilmten, lesbischen Romane Tipping the Velvet, Affinity, Fingersmith und The Night Watch bekannt ist.

Doris Hermanns - Meerkatzen, Meißel und das Mädchen Manuela: Die Schriftstellerin und Tierbildhauerin Christa Winsloe

Für kurze Zeit war sie weltberühmt. Nach ihrer Karriere als Bildhauerin widmete sich Christa Winsloe (1888 - 1944) dem Schreiben. Ihr erstes Theaterstück wurde 1931 unter dem Titel "Mädchen in Uniform" mit großem Erfolg verfilmt.
Die erste Biografie über Christa Winsloes bewegtes Leben von Deutschland nach Italien, Ungarn, Amerika und Frankreich, das mit ihrer Ermordung tragisch endete.

Eva Rieger - Friedelind Wagner. Die rebellische Enkelin Richard Wagners

Sie galt als »das schwarze Schaf der Familie«, doch unbeirrt ging Friedelind Wagner ihren eigenen Weg: Eva Rieger schreibt die erste Biografie der Enkelin Richard Wagners, die als Einzige des Bayreuther Clans den Nazis Widerstand leistete. Reichskanzler Adolf Hitler ist in Bayreuth alljährlich ein umjubelter Gast: Mit Winifred, der Herrin des Hügels, verbindet ihn eine enge Freundschaft. Für ihre Kinder spielt er den Ersatzvater. Nur eine schert aus dem braunen Pakt aus: Friedelind. Die aufmüpfige Tochter entschließt sich zum offenen Widerstand - gegen ihre Familie und gegen das Nazi-Regime. Sie emigriert nach England und opfert so ihren Lebenstraum, an der begehrten Festspielleitung mitzuwirken. Doch nach dem Krieg scheint Friedelinds große Stunde zu schlagen: Wer, wenn nicht sie, könnte jetzt die Leitung der Bayreuther Festspiele übernehmen? Schließlich ist sie die Einzige der vier Geschwister, die von der Vergangenheit unbelastet ist. Aber die Familie steht der Emigrantin feindlich gegenüber - und tut alles, um die »Verräterin« auszubooten.

Lynn Hershman Leeson - Seducing Time

Lynn Hershman Leeson (geb. 1941) gehört seit den 70er-Jahren zu den führenden KünstlerInnen der Medienkunst. Auf der Basis der visuellen Künste, des Films und der populären Kultur setzt sie sich seit 40 Jahren mit Identität, Erinnerung und Geschichte auseinander. Sie erkundet Themen, die im Zusammenhang mit Konsum, Privatsphäre, Überwachung und persönlicher Macht erwachsen und bezieht hierbei konsequent den Zuschauer als einen aktiven Teilnehmer in das Kunstwerk mit ein. Hershman Leeson verwendet hierfür die ständig weiterentwickelten digitalen Technologien und gibt wiederholt entscheidende Impulse für feministische Diskurse. Für ihre Pionierarbeit im Bereich der interaktiven computer- und internetbasierten Medienkunst erhielt sie 2010 den |DDAA|. Der 2005 initiierte DAM DIGITAL ART AWARD |DDAA| (ehemals d.velop digital art award) wird alle zwei Jahre vom Digital Art Museum [DAM] in enger Zusammenarbeit mit der Agentur KOMMUNIKATION LOHNZICH an einen Künstler aus dem Bereich digitaler Medien vergeben. Der Preis ehrt die wichtigsten Künstler der digitalen Kunst für ihr Lebenswerk oder eine bedeutende Werkgruppe. Den jeweiligen Preisträgern wird eine Ausstellung in der Kunsthalle Bremen gewidmet.

Mary Daly - Reine Lust. Elemental-feministische Philosophie

Erstauflage von 1986 mit Widmung der Autorin

Mary Daly ist eine der bekanntesten Philosophinnen der feministischen Bewegung, deren Bücher 'Jenseits von Gottvater, Sohn & Co' und 'Gyn/Ökologie' zu Standardwerken wurden. Gegenstand der Analyse und Transformation sind die Zerstörungen, die mehr im Verborgenen vor sich gehen, die Entartung der Lust, der Leidenschaften und Tugenden, der Wünsche nach menschlichem Miteinander sowie der Ursprung unserer Gefühle und die verschütteten Quellen unserer Lust. (...) Ziel des Buches ist es, Frauen zu unterstützen, spirituelle Heilung und einen spirituellen Weg zu finden. Und stärker als in 'Gyn/Ökologie' geht es hier um das Miteinander von Frauen, die Mechanismen, die eine schwesterliche Beziehung stören, und den Umgang damit.' Der dekorative Schutzumschlag zeigt eine Steinzeit-Figurine auf goldfarbenem Marmorpapier. Die repräsentativ gebundene Ausgabe ist 554 Seiten dick und erschien auf Deutsch erstmals 1986 im Verlag Frauenoffensive München. Die gelungene, sehr sorgfältige Übersetzung stammt von Erika Wisselinck.

Marion Petzoldt - Mein Leben als weiblicher Busfahrer. Eine Frau erlebt eine Männerdomäne

Der Drang nach Freiheit, Unabhängigkeit und Abenteuerlust, das Bedürfnis nach Kameradschaft und menschlichem Kontakt veranlaßten die damals 24jährige Marion Petzoldt zum Eintritt in ein Fernlinien-Busunternehmen, der zwölf Jahre Berufspraxis nach sich zog. Sie war die einzige weibliche Angestellte unter ihren Fahrerkollegen. Jetzt berichtet sie von den physisch und psychisch belastenden Tages- und Nachtfahrten, die nicht selten zu 300 Arbeitsstunden pro Monat führten, von Streß- und Pannensituationen, von bedingungsloser Kameradschaft, aber auch von männlicher Überheblichkeit. Als Frau unter ausschließlich männlichen Kollegen hat die Autorin gelernt, "typisch weibliche" Verhaltensweisen abzulegen und sich gegen sexuelle Anzüglichkeiten entschieden zur Wehr zu setzen.

Else Fanter - Libia. Der Amazonenstaat der Tebbu (1933)

Mit 48 Kupfertiefdruckbildern nach Aufnahmen der Verfasserin.

 

 

 

Die Bücher von Mary Daly, Marion Petzoldt und Else Fanter konnten wir mit einer Geldspende von Eva Rieger für den Spinnboden erwerben. Vielen Dank.

Boots of Leather, Slippers of God. The history of a Lesbian Community

Elizabeth Lapovsky Kennedy, Madeline D. Davis

Boots of Leather, Slippers of Gold traces the evolution of the lesbian community in Buffalo, New York from the mid-1930s up to the early 1960s. Drawing upon the oral histories of 45 women, it is the first comprehensive history of a working-class lesbian community. These poignant and complex stories show how black and white working-class lesbians, although living under oppressive circumstances, nevertheless became powerful agents of historical change. Based on 13 years of research, Boots of Leather, Slippers of Gold ranges over such topics as sex, relationships, coming out, butch-fem roles, motherhood, aging, racism, work, oppression and pride. Kennedy and Davis provide a unique insider's perspective on butch-fem culture and argue that the roots of gay and lesbian liberation are found specifically in the determined resistance of working-class lesbians.

Stephanie Kuhnen - Butch / Femme. Eine erotische Kultur

Vom politischen Feminismus der 70er Jahre als Imitation heterosexueller Verhaltensmuster kritisiert, werden Butch/Femme-Identitäten von vielen Lesben der 90er Jahre wiederentdeckt. Aber was ist Butch/Femme eigentlich? Rollenspiel? Verkleidung? Die Lust an de Inszenierung? Eine Loslösung vom Androgynitätszwang der Frauenbewegung? Ein ritualisiertes Begehren? Oder ist es nur das erotische Spiel mit 'männlichen' und 'weiblichen' Elementen, die jede von uns in sich trägt?

Lesléa Newman - The Femme Mystique

A fascinating and insightful look at the world of femme identity within the lesbian community. Written by femmes, former femmes, future femmes, femme wanna-bes, femme admirers, and of course, femmes fatales, The femme Mystique explores what it means to be a femme and a lesbian in a society that often trivializes the feminine.
Lesléa Newman is the author of 64 books for readers of all ages including the teen novel in verse, OCTOBER MOURNING: A SONG FOR MATTHEW SHEPARD; the middle grade novel, HACHIKO WAITS; the poetry collection, STILL LIFE WITH BUDDY; the short story collection, A LETTER TO HARVEY MILK; and the children's books, A SWEET PASSOVER, THE BOY WHO CRIED FABULOUS, THE BEST CAT IN THE WORLD, DONOVAN'S BIG DAY, and HEATHER HAS TWO MOMMIES. Her literary awards include poetry fellowships from the National Endowment for the Arts and the Massachusetts Artists Foundation. Nine of her books have been Lambda Literary Award finalists. A past poet laureate of Northampton, Massachusetts, she is a faculty member of Spalding University's brief-residency MFA in Writing program.

Paola Guazzo - R/esistenze lesbiche nell'Europa antifascista

In un contesto in cui la ricerca storica europea appare ancora fortemente condizionata da istanze maschili-bianche e le reti accademiche non sembrano certo distinguersi nell'investire sensibilità ed energie sulla storia dei soggetti "altri", quali le lesbiche sono indubbiamente, i lavori qui presentati assumono sicuramente una rilevanza particolare nel panorama storiografico.
Frutto di un lavoro corale sulle poche fonti e testimonianze di cui ancora si dispone, il volume si avvale dei contributi di alcune note storiche del lesbismo che si occupano di esistenze e resistenze lesbiche nell'Europa dei nazifascismi, includendo anche il franchismo spagnolo. La barra che si è scelto di apporre su "r/esistenze" sta infatti a indicare come per le lesbiche la stessa esistenza possa essere considerata una forma di resistenza (all'eterosessualità obbligatoria, alla cancellazione di sé e delle proprie passioni), ancor più in periodi di forzata "normalizzazione" di tutte le donne come furono quelli dei fascismi europei del Novecento. Ma la "resistenza" che trova spazio in questo libro è anche quella di lesbiche politicamente consapevoli, che fronteggiarono e combatterono con determinazione e coraggio le dittature di Mussolini, di Hitler e di Franco.
Nel volume vengono inoltre affrontate anche le questioni, spesso rimosse, relative alla "zona grigia" della sopravvivenza durante l'internamento e ai rapporti fra "asociali" e "politiche" nei Lager.

Franziska Bergmann, Franziska Schössler, Bettina Schreck (Hg.) - Gender Studies

Die Gender Studies haben sich in den letzten Jahren zu einer der zentralen Forschungsperspektiven entwickelt. Dieser Band bietet eine systematische Einführung in die wichtigsten Theorien und Ansätze. Anhand von ausgewählten Originaltexten werden die Anfänge der Frauenforschung, aktuelle Fragestellungen der Queer Theory und Verknüpfungen mit anderen Fachrichtungen vorgestellt.

Klassische Ansätze der US-amerikanischen Geschlechterforschung sind erstmalig in deutscher Übersetzung abgedruckt und wurden für die Lehre in den Bachelor- und Master-Studiengängen aufbereitet.

 

Aus dem Inhalt:
- Weibliches Schreiben und kulturelle Weiblichkeitsrepräsentationen (Virginia Woolf)
- Geschlecht als soziale Konstruktion (Simone de Beauvoir)
- Performativität der Geschlechtsidentität (Judith Butler)
- Anknüpfungen an die Postcolonial Studies (Gayatri Gopinath), die Naturwissenschaft (Donna Haraway) und die Literaturwissenschaft (Eve Kosofsky Sedgwick)

Alexandra von Grote - Die Stille im 6.Stock

 

Tag des Endspiels der Fußballweltmeisterschaft. Eine Geiselnahme auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Nîmes.Sechs Schwerstkranke und vier Pfleger und Ärzte.Ein Täter dessen Identität und Motive im Dunkeln liegen.Was er fordert ist ebenso ungeheuerlich wie neu.Die ersten Geiseln werden ermordet. Als es Kommissarin Florence Labelle gelingt, auf die Station vorzudringen beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.
Ein neuer Fall für Florence Labelle.

Wir danken der Autorin für die freundliche Spende.

Linksalternative Milieus und Neue Soziale Bewegungen in den 1970er Jahren

Cordia Baumann, Sebastian Gehring, Nicolas Büchse (Hg.)

Mit dem 40-jährigen Jubiläum von ‚1968‘ beschleunigt sich nun die Historisierung der außerparlamentarischen Proteste. Mit Blick auf das global empfundene Protestjahr ‚1968‘ stellt sich die Frage, wie sich Entwicklungen erklären lassen, die dazu führten, dass sich Ende der 1970er Jahre Spontis, Ökologieaktivisten, K-Gruppenmitglieder und Mitglieder der Frauenbewegung kaum noch darauf einigen konnten, aus dem gleichen „organisatorischen Zusammenhang“ hervorgegangen zu sein.

Dieser Sammelband möchte einen Beitrag zur Verknüpfung der Protestgeschichte der 1960er und 1970er Jahre leisten. Dabei konzentrieren sich die Beiträge vor allem auf linksalternative Milieus der Nach-‚1968er‘ Jahre in der Bundesrepublik, Italien und Großbritannien sowie deren Interaktion mit anderen gesellschaftlichen Gruppen und Akteuren. Durch diese Austauchprozesse nahmen linksalternative Milieus eine besondere Brückenfunktion im Wandel außerparlamentarischen Protestverhaltens von den 1960er zu den 1970er Jahren ein. Gleichzeitig stellen die Beträge des Bandes die Frage, wie linksalternative Milieus durch die Teilhabe an Neuen Sozialen Bewegungen transformiert wurden. Ein weiterer Schwerpunkt der Beiträge liegt auf der medialen Inszenierung gesellschaftlicher Proteste und deren Rolle für die Durchsetzungskraft und die öffentliche Wahrnehmung von Protestgruppen.

Wir danken der Spenderin Beate Schappach.

Eva Kollisch - Der Boden unter meinen Füßen

Geboren in den Zwanzigern in Wien in eine jüdische Familie, 1938 Kindertransport nach England, Emigration in die USA ein Schicksal, das Eva Kollisch so oder so ähnlich mit vielen teilt. Außergewöhnlich eindringlich schreibt die Autorin über diese Erfahrungen. Unbeirrt macht sie sich auf die Suche nach den Spuren, die Verfolgung und Ablehnung in einem Menschen zurücklassen.
Mit Der Boden unter meinen Füßen hat Eva Kollisch einen autobiographischen Roman über die Erfahrungen mit Antisemitismus, Entwurzelung und Außenseitertum vorgelegt. Sie schildert ihre Kindheit und Jugend, das Aufwachsen in Baden bei Wien, die Flucht vor den Nationalsozialisten und ihre ersten Jahre in den USA. Dabei wählt sie verschiedene Erzählformen und Perspektiven, die es ihr erlauben, ihre ganz eigene Geschichte, die gleichzeitig exemplarisch für viele ist, von unterschiedlichen Seiten auszuleuchten. Das gelingt ihr so umfassend und selbstreflektiert, dass neben dem Entsetzen auch immer ein großer Trost bleibt.

Christa Biedermann - Bildwände und Installationen

Katalog der Künstlerin, Format A 3, farbige Abbildungen

Christa Biedermann steht für die Freiheit der Kunst. Diese Freiheit drückt sich in all ihre Arbeiten aus. Die Künstlerin lässt sich auf kein Medium beschränken. Sie ist omnipräsent in allen Bereichen der Bildenden Kunst - ob Fotografie, Malerei, das Medium des Films, des Trickfilms, der Performance. Dabei zeigt sie sich besonders an den seriellen Abläufen interessiert. Christa Biedermann nimmt sich die Freiheit das Medium zu wechseln. Sie beweist mit ihren Arbeiten, dass es darum geht, sich selbst zu verwirklichen und damit einen Beitrag zu leisten.

Wir danken Christa Biedermann für die freundliche Katalog-Spende.
Der Katalog kann für 20 € bestellt werden bei biedermann-mixart@gmx.net

Katharina Geiser - Diese Gezeiten

Jersey 1940. Ohne auf den Widerstand britischer Truppen zu stoßen, okkupiert die Deutsche Wehrmacht die kleine Kanalinsel, etabliert ihr absurdes Regime, das bald zu Terror und Deportationen führt. In die Idylle aus Landschaft und Meer fällt der Schrecken, und er trifft zwei Frauen mit bemerkenswerter Biografie. Lucy Schwob und Suzanne Malherbe stammen aus bekannten französischen Intellektuellenfamilien, sie sind Stiefschwestern und gleichzeitig auch ein Paar.Katharina Geisers neuer Roman "Diese Gezeiten" erzählt die Geschichte der beiden Frauen als eindringliches Ensemble aus historischen Fakten und Figuren, aus atmosphärischen Bildern und ineinander verwobenen Stimmen.
Von den Pariser Zirkeln der Surrealisten rund um André Breton haben sich die beiden Künstlerinnen verabschiedet, um auf Jersey zu schreiben, zu zeichnen und zu fotografieren. Mit der Ankunft der Deutschen beginnen sie ihre listenreiche und lebensgefährliche Antikriegspropaganda. Lucy Schwob und Suzanne Malherbe werden ins Gefängnis geworfen und zum Tode verurteilt.

Crosby McCloy (Hg.) - Hinfahrt mit Rückblick

mit Texten von Susanne Bürkle, Kirsten Ledwon, Gina Linde, Stephanie von Ow und Andrea Temme
Literatur entsteht an den Rändern, nicht in der Mitte. Dennoch ist dies ein Buch aus der Mitte, aus der Mitte Berlins, aus der Mitte des Lebens.
Diese Texte sind nicht im leeren Raum entstanden, nicht im stillen Kämmerlein, nicht auf Leucht- oder Elfenbeintürmen, nicht einsam in Cafés und es sind keine Dossiers geheimer Notizbücher. Diese Texte sind Ausdruck und Ergebnis eines fortwährenden, immer wieder neu angestoßenen Gesprächs mit allen, die sich wöchentlich treffen. Über den Tisch, über das eigene Blatt Papier, über den Tellerand hinaus. Somit sind diese Texte auch Assoziationen und Reaktionen auf das Geschriebene der anderen. Und damit ist dieses Buch mehr als einen Sammlung von Texten: Es ist gleichzeitig ein Einblick in den Schreibprozess.
Die Frage ist: Wie wird das Geschriebene die weite Welt außerhalb des Rahmens berühren?

Caroline Emcke - Wie wir begehren

Entdecken wir das Begehren oder entdeckt das Begehren uns? Wie frei sind wir, unser Begehren zu leben? Hat es nur eine Form oder ändert es sich, wird tiefer, zarter, radikaler?
In ihrem so persönlichen wie analytischen Text schildert Carolin Emcke das Suchen und die allmähliche Entdeckung des eigenen, etwas anderen Begehrens. Sie erzählt von einem homosexuellen Coming of Age, von einer Jugend in den 1980er Jahren. Sie buchstabiert die vielen Dialekte des Begehrens aus, beschreibt die Tragik der Ausgrenzung dessen, der sein Begehren nicht artikulieren kann, aber auch das Glück der Erfüllung.

"Caroline Emcke (...) arbeitet mit einer gedanklichen und sprachlichen Präzision, die ihresgleichen sucht, und einem intellektuellen Mut, der bewundernswert ist." (Heribert Prantl)

Gisela Notz - Feminismus

Feminismus ist ein vieldeutiger Begriff. Es gab und gibt ganz verschiedene Feminismen und ganz verschiedene feministische Theorien. Einige davon werden in dem vorliegenden Buch dargestellt. Im Zentrum steht ein Feminismus, der die kapitalistisch-patriarchalisch geprägte Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft in den Mittelpunkt der Kritik stellt und Vorstellungen sowie Handlungsstrategien, Aktionen und Kampagnen entwickelt zur gesellschaftspolitischen Veränderung hin zu einem gleichwertigen Miteinander verschiedener Geschlechter und zu einem anderen, besseren Leben weltweit. Feminismus bezeichnet somit für Gisela Notz sowohl eine politische Theorie als auch eine soziale Bewegung und seit den letzten Jahrzehnten außerdem auch eine wissenschaftliche Disziplin. Die heterogenen Theorien und die zahlreichen, zum Teil auch gegenläufigen Strömungen, die die Interessen und Rechte der Frauen widerspiegeln, macht das Buch durch einen Gang durch die Geschichte deutlicher, farbiger und interessanter.

Traude Bührmann - Durchatmen

Der Abwährtstrend des Lebens wird der Protagonistin Alex Klose mit ihrem Umzug von einer großen in eine kleine Wohnung deutlich vor Augen geführt. Alex versucht, die Vergänglichkeit von Augenblicken, von Dingen, von Gefühlen zu fassen zu bekommen, die Sterblichkeit des Lebens - ist sie doch das Selbstverständlichste der Welt - sinnlich zu begreifen.
Diesem Verlangen immer mehr innerlich zugewandt, verlässt sie zunehmend ihre äußeren strukturierten, geordneten Bahnen. Ihre Erscheinung, ihre Wohnung, ihr soziales Leben verwahrlosen peu à peu ...
Sie wird süchtig nach Alleinsein, bricht Beziehungen ab. Kontakte zu anderen Menschen ergeben sich nur noch sporadisch, mit knappem Wortwechsel ... Wohin führt dieser Weg?

Peggy Munson - Die Nacht, als sich die Welt auflöste

Amerikanische Landschaften, Naturstimmungen, Bewegung, endlose Straßen, Gleise sind mit dem sexuellen Geschehen verwoben. Auch die "Amish People" tauchen auf und anderes, was es so nur in den USA gibt. Peggy Munson fasziniert mit ungewöhnlicher poetischer Kraft, mit ihren Bildern und Metaphern. In den vierzehn Erzählungen kommen Butch und Femme vor und Frauen, die ihre Liebhaberinnen "Daddy" nennen - eine amerikanische Variante der Rollenverteilung im erotischen Spiel. Die Leserinnen und Leser merken kaum mehr, dass das Geschlecht nicht das ist, was es zu sein scheint. Die Geschlechtergrenzen werden unwichtig. Es geht um Fesselungen, Dildos, grenzenloses Verlangen, um top und bottom, Macht auf beiden Seiten des Geschehens. Daddy-Butches, die ihre Girls in Truck-Stops nehmen, feurige Rendezvous mit College-Professorinnen... Doch in jeder Geschichte geht die Autorin über die Ebene des klassischen Erotika-Ambientes hinaus und hinein in tiefere Schichten der Lust.

Insa Eschebach - Homophobie und Devianz. Weibliche und männliche Homosexualität im Nationalsozialismus

In der Reihe Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ist der sechste Band mit dem Titel „Homophobie und Devianz“ unter der Herausgeberschaft von Insa Eschebach erschienen.

Die Frage nach der Vergleichbarkeit der Verfolgung von männlicher und weiblicher Homosexualität im Nationalsozialismus zieht sich als roter Faden durch den Band. Hierbei wird angeknüpft an die Debatte um historische Bedeutungen und aktuelle gedächtnispolitische Auswirkungen.

Der historische Bezug wird im ersten Teil des Buches hergestellt, in dem es um einen allgemeinen Blick auf das Thema Homosexualität im Nationalsozialismus geht. [mehr]

Walgenbach u.a. - Gender als interdependente Kategorie

NEUE PERSPEKTIVEN AUF INTERSEKTIONALITÄT, DIVERSITÄT UND HETEROGENITÄT

Walgenbach, Katharina; Dietze, Gabriele; Hornscheidt, Lann; Palm, Kerstin

Aus der Perspektive unterschiedlicher Fachbereiche präsentiert dieser Band eine theoretische Diskussion der Zusammenhänge zwischen Geschlecht, Sexualität, Ethnizität, Schicht etc. Ein Buch für alle, die sich mit Konzepten von Diversity sowie mit Gender beschäftigen.

Heterogenität, Diversity und Vielfalt stehen auf der Tagesordnung einer globalisierten Welt. Aus den Gender Studies sind im Rahmen ihrer Debatten über Intersektionalität bzw. Interdependenz wichtige Impulse dazu entwickelt worden, wie Geschlecht/Gender, Sexualität, Ethnizität, 'Rasse', Schicht und andere Kategorien zusammengedacht werden können. Das Buch bietet eine theoretische Reflexion dieser Diskussionen aus der Perspektive unterschiedlicher Fachdisziplinen sowie disziplinübergreifender Ansätze und entwickelt den Vorschlag, von Geschlecht/Gender als interdependente Kategorie auszugehen.

Judith E. Harper - Susan B. Anthony. A Biographical Companion


Universally acknowledged as one of the most prolific activists of the 19th century, Susan B. Anthony devoted most of her adult life to humanitarian reform. She was an integral player in nearly every social reform movement of her time, including temperance, women's suffrage, and abolitionism.

The publication of Susan B. Anthony: A Biographical Companion coincides with the 150th anniversary of the women's rights movement in the United States. More than 100 entries cover the significant events, people, publications, movements, and organizations associated with Anthony, and each entry describes the topic in historical context.

Stephanie Haerdle - Keine Angst haben, das ist unser Beruf! Kunstreiterinnen, Dompteusen und andere Zirkusartistinnen

Amazonen der Arena

Von Sensationsartistinnen, die als "menschlicher Pfeil" die Zirkuskuppel durchquerten, über Raubtierdompteusen, die mit ihren Löwen dinierten, bis zu Kraftathletinnen, die Klaviere mitsamt Pianisten auf ihrer Brust stemmten und dabei Opernarien sangen:

"Keine Angst haben, das ist unser Beruf!" porträtiert außergewähnliche Frauen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts zwichen unkonventionellem Alltag und glamourösen internationalen Starkarrieren.

"Wer nicht mit einer Schlange tanzen will, soll es lieber gleich sagen. Der soll lieber in die Küche gehen oder Strümpfe stopfen." (Paula Busch)

Wir danken der Autorin und dem Aviva-Verlag für die freundliche Buchspende.

Marion Meade - Free Woman. The Life and Times of Victoria Woodhull


A biographer and novelist, Marion Meade is the author of nine books, including The Unruly Life of Woody Allen, Buster Keaton: Cut to the Chase, Dorothy Parker: What Fresh Hell Is This?, Madame Blavatsky: The Woman Behind the Myth, Sybille, Stealing Heaven: The Love Story of Heloise and Abelard, Eleanor of Aquitaine: A Biography, and Bitching.

Victoria Woodhull was the first woman who ran for President of the United States, in 1872. She was an unconventional woman who emerged on the political scene from a backround of poverty and a career as actress, stockbroker, and journalist. Twice divorced, she outraged even the feminists of her day by refusing to confine her campaign to the issue of women's suffrage. Instead, she advocated reform of marriage and family institutions, as well as "free love".

Koray Yilmaz-Günay - Karriere eines konstruierten Gegensatzes: zehn Jahre "Muslime versus Schwule"

Sexualpolitiken seit dem 11. September 2001

Die Anschläge vom 11. September 2001 und der dann einsetzende "Krieg gegen den Terror" haben die Weltordnung nachhaltig verändert. Sowohl im internationalen als auch im innenpolitischen Diskurs sind "die Muslim_innen" zu einer homogenen Gruppe zusammengefasst und "dem Westen" gegenübergestellt worden. Insbesondere Menschen aus der Türkei, arabischen Ländern, dem Iran und anderen Ländern des Mittleren Ostens sind zur einheitlichen Gemeinschaft ernannt worden.

Die Rechte von Frauen und Homosexuellen haben im gleichen Zeitraum – und durchaus im Zusammenhang damit – eine beachtliche Aufwertung erhalten. Während im "Westen" zumindest einzelne Erfolge der Emanzipationsbewegungen sichtbar wurden, schien es um die sexuelle Selbstbestimmung in mehrheitlich muslimischen Ländern und innerhalb als muslimisch definierter Migrant_innen-Gruppen in Westeuropa schlecht bestellt. Sexismus und zum Teil auch Homophobie dienten so auch als Legitimation für außenpolitische, zum Teil militärische Interventionen und für rassistische Kampagnen im Inland. Aus einer kritischen Perspektive wurde anfangs von "Islamophobie" gesprochen, heute warnen selbst amtliche Stellen vor "antimuslimischem Rassismus".

Karriere eines konstruierten Gegensatzes: zehn Jahre "Muslime versus Schwule". Sexualpolitiken seit dem 11. September 2001 blickt zurück auf die letzte Dekade und schaut auf die Überlappungen von feministischen und queeren Debatten mit den Entwicklungen in der Mehrheitsgesellschaft. Sie geht der Frage nach, ob/wie die relativen Erfolge von Frauen- und Homosexuellen-Emanzipationsbewegungen unter anderem durch rassistische Rückschritte erkauft wurden. Nicht zuletzt weist sie den Weg für einen Aktivismus, der gesellschaftliche Emanzipation befördert, anstatt benachteiligte Gruppen gegeneinander in Stellung zu bringen.

Sabine Fuchs - Femme! radikal-queer-feminin


... ist das erste deutschsprachige Buch zu dem bisher vernachlässigten Thema "Femmes". Endlich wird queere Femininität als eine Form des Widerstands gegen gängige Geschlechternormen dargestellt und nicht als eine Anpassung an die heterosexuelle Lebenswelt. In zahlreichen Aufsätzen, Essays und Interviews zeichnen die Autor_innen ein selbstbewusstes und politisches Bild von Femmes: kritisch-analytisch, selbstironisch-provokant und leidenschaftlich-fem(me)inistisch.

"Die Beiträge hier haben den Mut, neue Fragen zu stellen: Wie schauen wir aufeinander und wie werden wir gesehen? Was macht uns tatsächlich sichtbar? Die Butch an unserer Seite? Unsere Rocklänge? Unsere politische Haltung? Unsere Hüften?" (Aus dem Vorwort von Joan Nestle, Herausgeberin und Mitbegründerin der "Lesbian Herstory Archives")

Wir danken Sabine Fuchs und dem Querverlag für die freundliche Buchspende.

Judith Butler - Die Macht der Geschlechternormen und die Grenzen des Menschlichen

Die Macht der Geschlechternormen und die Grenzen des Menschlichen vertieft und bilanziert eine Reihe von Themen und Thesen aus Butlers früheren Werken: die Materialität des Körpers, die Beziehung zwischen Macht und Psyche, die politischen Dimensionen der Psychoanalyse und die Auswirkungen des juridischen Diskurses auf diejenigen, die nicht autorisiert sind, an ihm teilzunehmen. Die einzelnen Essays untersuchen das Problem der Verwandtschaft vor dem Hintergrund einer immer stärkeren Infragestellung der Lebensform Familie und die Bedeutung und Ziele des Inzesttabus; sie hinterfragen die Pathologisierung von Intersexualität und Transsexualität und unterziehen das Phänomen sexueller und ethnischer Panik in der Kunstzensur einer kritischen Analyse. Der Band schließt mit einer grundlegenden Abhandlung über den Status der Philosophie und ihre Möglichkeiten, das »Andere der Philosophie« zur Sprache kommen zu lassen.

Monika Jaeckel - (M)ein bewegtes Leben

Sie war Kosmopolitin, Feministin, Soziologin - und die Sängerin der Kultband "Flying Lesbians". Sie gründete Frauenzentren mit, unterstützte - selbst kinderlos - mit vollem Einsatz die Mütterzentren und war damitinnerhalb der Neuen Frauenbewegung wegweisend für eine Form der Selbsthilfe, die bis heute international fortbesteht. Monika Jaeckels Autobiographie ist eine wahre Schatzgrube...

Monika Jaeckel (1949–2009) war ein echtes Multitalent: Pionierin, Sponti, Lesbe, Sängerin, Kosmopolitin, Wissenschaftlerin, Kämpferin für die Frauenrechte und Mitinitiatorin der Mütterzentren – immer ihrer Zeit voraus, immer auf der Suche nach dem richtigen Leben. Wenige Monate vor ihrem Tod erzählt Monika Jaeckel der langjährigen Freundin Katrin Rohnstock ihre Lebensgeschichte: Beginnend in Japan, wo sie als Tochter eines Missionars geboren wurde, über den Frankfurter Häuserkampf der Studentenbewegung, die Frauen- und Mütterzentrumsbewegung bis hin zum späten privaten Glück in den Niederlanden. Nun ist aus den Erzählungen eine faszinierende Autobiografie entstanden, die als exemplarisch für die Pioniergeneration von intellektuellen, engagierten Frauen gelten kann und nicht nur für ZeitgenossInnen, sondern auch für die Jüngeren und alle an der Entstehung des Feminismus Interessierten äußerst spannend sein dürfte.

Katie Sutton - The Masculine Woman in Weimar Germany

Monographs in German History Volume 32

Throughout the Weimar period the so-called " masculinization of woman" was much more than merely an outsider or subcultural phenomenon; it was central to representations of the changing female ideal, and fed into wider debates concerning the health and fertility of the German "race" following the rupture of war. Drawing on recent developments within the history of sexuality, this book sheds new light on representations and discussions of the masculine woman within the Weimar print media from 1918-1933. It traces the connotations and controversies surrounding this figure from her rise to media prominence in the early 1920s until the beginning of the Nazi period, considering questions of race, class, sexuality, and geography. By focusing on styles, bodies and identities that did not conform to societal norms of binary gender or heterosexuality, this book contributes to our understanding of gendered lives and experiences at this pivotal juncture in German history.

Claudia Breitsprecher - Auszeit

Mit knapper Not hat die engagierte Bundestagsabgeordnete Dr. Martina Wernicke ein Attentat überlebt. Im Ferienhaus einer Mitstreiterin erholt sie sich von dem Schock und auch von dem intrigenreichen Spiel um Macht, das ihr Dasein seit Jahren bestimmt. Ganz bewusst erlebt sie den Frühling inmitten der märkischen Landschaft, widmet sich den wachsenden Zweifeln am Sinn ihrer Arbeit und der Sehnsucht nach ihrer Lebensgefährtin Eleni, von der sie verlassen wurde. Schon bald lernt sie Laura und Stefan Vogel kennen, ein junges Paar, das nebenan wohnt und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Als die beiden in Gefahr geraten, beginnt Martina zu kämpfen - für ihre Nachbarn, für ihre Überzeugungen und für eine zweite Chance mit der Frau, die sie liebt.

Claudia Breitsprecher ist 1964 in Westfalen geboren und in Berlin aufgewachsen, wo sie auch heute mit ihrer Frau lebt. Sie studierte Soziologie, Psychologie und Politik an der Freien Universität und arbeitete nach dem Abschluss als Diplom-Soziologin im Bildungs- und Sozialbereich. Als freiberufliche Autorin schreibt sie sowohl literarische als auch sachbezogene Texte. 2007 war sie Preisträgerin des 6. Autorinnenforums Berlin-Rheinsberg.

Henrike Lang - Apfelduft

Henrike und Judith lernen sich auf einer studentischen Party kennen. Eine langjährige Beziehung beginnt ... Doch eines Tages entwickelt Henrike Lust - eher Gier - auf Affären, auch auf Männer. Alles erotisiert sie. Der Blick auf Handgelenke, der Duft nach Boskoopäpfeln, hellbraune Locken, männliche Schultern. Sie lässt sich auf seltsame Abenteuer ein, bis sie realisiert, was sie wirklich umtreibt: Der Wunsch nach einem Kind, ein Wunsch, so physisch wie Hunger oder Durst. Als sie das Judith endlich gesteht, hält ihre Partnerin den Kinderwunsch für eine von Henrikes üblichen Obsessionen, die wie andere vorübergehen würde...

Henrike Lang, 1970 in Norddeutschland geboren, erzählt unzensiert und unterhaltsam aus dem Liebesleben, wie es wirklich ist, von Schwangerschaft und vom Leben mit einem Kleinkind. Sie war lange journalistisch tätig, bevor sie sich auf die Belletristik konzentrierte. Vormittags findet man sie mit ihrem Netbook am Tresen eines geräumigen Billigcafés im Kölner Bahnhofsviertel, umgeben von anderem sozialen Gelichter. Wenn der Kindergarten ihres Sohnes David schließt, lässt sie alles stehen und liegen. Ein gänzlich anderes Leben beginnt.

Sabine Puhlfürst - "Mehr als bloße Schwärmerei"

Aus: Literatur: Weiblichkeit / MännlichkeitHerausgegeben von Maria Kalveram und Wolfgang Popp, Universität-Gesamthochschule Siegen, Band 6

Die Arbeit beleuchtet auf der Schnittstelle verschiedener Wissenschaften und spezieller Forschungsfelder die literarische Darstellung von Liebesbeziehungen zwischen Mädchen/jungen Frauen. Das gesamte Untersuchungsfeld ist in überschaubare Zeitepochen gegliedert, die es ermöglichen, Entwicklungen der sexualwissenschaftlichen Theoriebildung herauszuarbeiten und auf das gesellschaftliche Klima jeder Zeitphase zu beziehen. In der Arbeit wird - erstmals - eine Fülle von literarischen Texten zusammengetragen, in denen die Problematik lesbischer Ichfindung von Kindern, Jugendlichen und jungen Frauen in ihren verschiedenen Facetten und Variationen thematisiert wird.

Susana Guzner - Unberechenbare Geometrie der Liebe

Maria, die sich bisher für vernünftig und pragmatisch gehalten hat, lernt auf dem Flughafen die geheimnisvolle Eva kennen, deren Vergangenheit im Dunkeln liegt. Maria verliebt sich unsterblich, und beide stürzen sich Hals über Kopf in eine Liebesgeschichte mit ungewissem Ausgang.

Susana Guzner, Jahrgang 44, ist gebürtige Argentinierin. Aufgrund der politischen Umstände, die auch die Ermordung ihrer Schwester zur Folge hatten, emigrierte sie nach Spanien. Vom schönen Madrid hat es sie nach zwanzig Jahren in das noch schönere Las Palmas de Gran Canaria verschlagen.

Judith Butler - Queer Lectures

Queere Bündnisse und Antikriegspolitik

Schriftenreihe der Initiative Queer Nations e.V.

4. Jahrgang, Heft 9, März 2011

Mit einer Einführung von Andreas Kraß und einer Annotation von Bodo Niendel.
Aus dem Englischen von Tatjana Eggeling und Lilian-Astrid Geese.

Publizierter Vortrag, den Judith Butler einen Tag vor der Ablehnung des Zivilcouragepreises des Christopher-Street-Day 2010, an der Volksbühne in Berlin hielt. 

 

Olivia - Olivia

Als Olivia mit 16 Jahren ihre englische Familie verlässt, um ein Jahr im französischen Pensionat Les Avons bei Paris zu verbringen, taucht sie ein in eine Atmosphäre intellektueller und seelischer Lebendigkeit, die sie in ihrem britischen Elternhaus bei der Oberschicht nie gekannt hat. Mlle Julie, die Direktorin der Schule, eröffnet ihr die Welt der Literatur, des Theaters, des guten Essens und der geistvollen Konversation. Olivia nimmt diese Geschenke mit leidenschaftlicher Dankbarkeit an. Darüber hinaus jedoch, und ohne es zunächst recht zu begreifen, entwickelt sie Empfindungen für diese Lehrerin, die alle Zeichen einer großen Liebe an sich tragen - und die unausgesprochen erwidert werden.
Die Autorin wählte das Pseudonym Olivia, um sich nicht zu erkennen zu geben und zugleich um anzudeuten, dass Olivia eine autobiographische Erzählung sei. Olivia war Dorothy Strachey, ältere Schwester des berühmten Schriftstellers Lytton Strachey, und gute Freundin von Virginia Woolf, der sie acht Jahre nach deren Selbstmord diese Publikation widmete.

L'espresso. das Lesben-Trash-Magazin

L'espresso erschien zum ersten Mal 1998 und wurde insgesamt acht Mal herausgegeben, das letzte Mal 2003. L'espresso ist eine Gazette, die in einer Auflage von jeweils 100 Stück erschien. Geschrieben wurde es von neun Frauen und Gastautorinnen. Von der Covergestaltung über das Layout, das Kopieren, das Falten und Heften und schließlich das Verteilen - alles handgemacht. Obwohl das Computerzeitalter längst begonnen hatte, gab es Schreibmaschinenzwang. In L'espresso gibt es Geschichten, die für sich stehen, Geschichten, die sich fortsetzen, verwicklen, verquicken, erquicken, abrupt enden und wieder neu beginnen. L'epresso sollte der Nachwelt erhalten bleiben und deshalb sind Nummer 1 bis 6 ab sofort im Spinnboden zu lesen.

Tanja Walther-Ahrens - Seitenwechsel

Coming-out im Fußball

Nach dem Vortrag "'Kick it like the girls' - Lesben im Fußball" gibt jetzt auch das Buch bei uns im Archiv.

Homosexualität im Profifußball gehört zu den Tabuthemen in einer männlich dominierten Sportwelt, in der es um Stärke, um Leistung, um Selbstsicherheit geht. Laut Statistik müsste jeder zehnte Spieler und jede zehnte Spielerin homosexuell sein. Out ist jedoch niemand aus der Ersten Bundesliga - weder bei den Frauen noch bei den Männern. Gibt es wirklich keine homosexuellen FußballspielerInnen? Oder wird eine Parallelwelt inszeniert, um die "Schwäche" der sexuellen Neigung zu vertuschen?

Tanja Walther-Ahrens beleuchtet das Thema Homosexualität im Profi-Fußball aus verschiedenen Blickwinkeln und schafft Sensibilität für ein absolutes Tabuthema im beliebtesten Sport der Deutschen.

A. E. WEIRAUCH - KARIN UND KATHI

Mädelfreundschaft durch dick und dünn

Mädchenbuch, Franz Schneider Verlag, 1961, ab 10 Jahren

Zur Vervollständigung der Bibliographie von Anna Elisabeth
Weirauch, Autorin von "Der Skorpion", gibt es jetzt auch ein
von ihr geschriebenes Jugendbuch als Ansichtsexemplar im
Spinnboden.

LOUISE OTTO-PETERS. JAHRBUCH III/2009

Forschungen zur Schriftstellerin, Journalistin, Publizistin und Frauenpolitikerin (1819-1895)

"Seit Ende der 1990er Jahre hat die Historikerin Dr. Irina Hundt sich Verdienste um die Bearbeitung des Louise-Otto-Peters-Nachlass im Archiv des DStV [Deutscher StaatsbürgerinnenVerband e.V.] erworben. Dabei erregten die Tagebücher aus den Jahren 1849-1857 ihr besonderes Interesse, denn während die Briefe in früheren Biographien vielfach zitiert wurden, war der Inhalt der Tagebücher kaum bekannt. [...] Es handelt sich dabei nicht nur um eine Tranksription der schwierig zu entziffernden Texte, sondern um eine umfassende Kommentierung und Aufbereitung aller in den Tagebuchnotizen angesprochenen Vorgänge, Ereignisse, Personen und Hintergründe, mit ausführlichen Quellenangaben und Registern. Dazu gibt es eine dreißigseitige Einleitung, die allein schon eine kompakte und kenntnisreiche Einführung in die Entwicklungsphasen von Leben und Werk Louise Otto-Peters' darstellt.[...] Irina Hundt hat für den Band umfangreiche Anhänge erarbeitet: ein Personenregister, das sich wie ein Nachschlagewerk zur 1848er-Generation benutzen lässt, ein Register aller erwähnten literarischen Werke, ein geographisches Register und ein ausführliches Quellen- und Literaturverzeichnis. Alles in allem: eine phänomenale Arbeit, der ich viele Leserinnen wünsche." (Rezension Frauke Mahrt-Thomsen, DStV)

MARIA SABINE AUGSTEIN - DER INTIME BLICK

Fotografien von Inea Gukema-Augstein 1985-1988

Als eine der Ersten in Deutschland bekannte sie sich 1977 zu ihrer Geschlechtsumwandlung; sie war maßgeblich beteiligt an der Schaffung der Homo-Ehe (2001) und setzt sich als Rechtsanwältin für Transsexuelle, Lesben und Schwule ein: Maria Sabine Augstein, 1949 geboren als Sohn des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein, kämpft gegen Diskriminierungen und für die Rechte von sexuellen Minderheiten.

Sehr persönliche Porträts einer engagierten Frau zeigt dieser Bildband: Aufgenommen von der Künstlerin Inea Gukema-Augstein, Maria Sabine Augsteins langjähriger Lebenspartnerin, reflektieren die in den 80er Jahren entstandenen Fotografien deren Identitätsfindung: Der intime Blick der Fotografin erlaubt der Porträtierten eine große Offenheit und lässt Betrachterinnen und Betrachter Anteil nehmen an deren Selbst-er-findung und Verwandlung. Begleitende Texte von Sarah Schumann, Eva Müller, Karl Michael Armer und Prof. Friedemann Pfäfflin beleuchten den biografischen, sozialen und künstlerischen Kontext.

SPREEPERLEN. BERLIN - STADT DER FRAUEN

Das Buch ist ein Kooperationsprojekt des Senats für Wirtschaft, Technik und Frauen und der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Berlins.

"Es gibt viele Wege durch Berlin, viele Blicke, viele Möglichkeiten, diese Stadt zu erleben und zu entdecken. Wir haben uns die Stadt aus der Perspektive der Frauen angesehen, haben nach Spuren gesucht und oft genug die Lupe in die Hand genommen. Wir wollen Berlinerinnen, Besucherinnen und Gäste gleichermaßen einladen, unserer feministischen Neugierde auf die Geschichte und Gegenwart der Berliner Frauen zu folgen. Dieses Buch zeigt ein Panorama der Stadt, das an jeder Stelle die Präsenz von Frauen und vor allem deren Engagement für Gestaltungsräume, Gleichberechtigung und Emanzipation zeigt." Anhand von exemplarischen, zufälligen oder stellvertretenden Stichworten wird auf die Geschichten verwiesen, die davon erzählen, wie Frauen in dieser Stadt gelebt, gekämpft, gearbeitet, geliebt und gelitten haben.

MARIANNE BRESLAUER - FOTOGRAFIEN 1927 - 1936

Begleitpuplikation zur Ausstellung "Marianne Breslauer. Unbeachtete Momente. Fotografien 1927-1936" der Berlinischen Galerie 2010. Herausgegeben von Kathrin Beer und Christina Feilchenfeldt in Zusammenarbeit mit Fotostiftung Schweiz.

Marianne Breslauer (1909 – 2001) fotografierte von 1927 bis 1938. Ihre Fotografien spiegeln die Atmosphäre der Weimarer Republik und deren kosmopolitische Kunstszene wider. Menschen und deren Leben in anderen Ländern und Kulturen waren ihre große Leidenschaft. Sie hatte eine besondere Begabung dafür, bei unauffälligen und eher nebensächlich wirkenden Ereignissen und Momenten den Augenblick für ein Bild zu verspüren, der über das Abgebildete hinaus Geschichten erzählte. Breslauer arbeitet auch mit Elementen einer neuen Ästhetik, die in den zwanziger Jahren entstand und als "Neues Sehen" bezeichnet wurde. Ihre besondere Neugier galt Künstlern und jungen Frauen ihres Alters, die, wie sie selbst, einem neuen Frauentyp entsprachen: selbstbewusst auf der Suche nach einem unabhängigen Leben.

SUNITI NAMJOSHI - THE JACKASS AND THE LADY

A Fourth Volume of Verse. 1980 published by Writers Workshop, Calcutta, 45 poems.

Research Fellow at the Centre for Women's Studies at Exeter University, England. Born in Bombay in 1941, a Canadian citizen and resident of England, her work draws several cultural traditions together. Her work is touched by autobiographical elements such as her gender, sexual orientation, politics, and her Hindu background. She has worked as an officer in the Indian Administrative Service and taught in the Department of English at Toronto University.

"I have an axe to grind. I want writers - particularly women - particularly those who enjoy poetry and dense text - to get interested in using the World Wide Web as a means of broadcasting and interacting with other writers and readers of poetry..."

Esther Dahle - Lesbische Identitätsfindung und Lebensgestaltung

Lesbenzentren und -freizeiteinrichtungen in Beispielen von der Neuen deutschen Frauenbewegung bis heute

Das Buch stellt heraus, wie Lesbenzentren und Freizeitgestaltung von, für und mit Lesben die Generationen übergreifende Bedeutung zukommen. Daher ist es wichtig, Bezüge zu finden, in denen Aspekte der eigenen Indentität wiedererkannt und als real zum Leben gehörend wahrgenommen werden können. In diesem Zusammenhang besitzen Lesbenzentren und -freizeiteinrichtungen einen hohen Stellenwert, da sie lesbischen Frauen helfen, einen gesellschaftlich als unlebbaren repräsentierten Lebensentwurf zu leben.

Die Autorin zeigt auf, in welchen Aspekten sich lesbische Freizeitgestaltung von sich an der heterosexuellen Mehrheit orientierenden Freizeitangeboten unterscheidet und geht dabei auf die Bereiche Sport, Film, Fernsehen und Literatur, Zeitschriften, Unternehmungen mit der Familie, Musik, Kunst, Wissenschaft oder Kultur, Szenepartys, Urlaub und Reise ein.

Heidi Thomann Tewarson - "Rahel Levin Varnhagen"

The Life and Work of a German Jewish Intellectual

Varnhagen (1771-1833), a great German literary hostess, has finally been given her due in this scholarly biography. Tewarson (German, Oberlin Coll.) bases her work on an immense and recently rediscovered archive that provides great insight into the Romantic movement. Varnhagen corresponded with all the great literary figures of the time, and her letters reveal a sensitive, intelligent, and forward-looking writer who fought the discrimination she felt as a Jew and as a woman. The ultimate fate of the German Jews has motivated scholars to study German-Jewish relations, and Varnhagen's life provides a case study in Jewish acculturation. The standard work on Varnhagen has been Rahel Varnhagen: The Life of a Jewish Woman, written in the 1920s by the great modern philosopher Hannah Arendt. That work was highly autobiographical and is superseded by Tewarson's book as the first biography for scholars and informed lay readers. A good choice for libraries with comprehensive women's studies or Jewish studies collections

Frauengeschichten - Berühmte Frauen und ihre Freundinnen

Herausgegeben von Joey Horsley und Luise F. Pusch

Das Buch präsentiert Frauengeschichte, gesehen aus der
Perspektive der Frauenliebe, wie sie in vielen Schattierungen
und Varianten über drei Jahrhunderte gelebt und verstanden wurde.

Bareed Mista3Jil - True Stories

"Barred Mista3Jil" is a collection of true short stories from voices in Lebanon that we seldom hear. Their common thread is that they are all from people of non-conforming sexualities and gender identities.

What sort of diversities exist in human sexuality? How do bisexuals 'come out'? What kinds of discrimination do lesbians face? How does it affect their self-esteem and their sense of community? How has life  for lesbians in Lebanon changed over the past 10 Years? Is emigration their only choice?

Melissa Etheridge with Laura Morton - "The Truth is..."

The Truth Is ... is a bold and unflinching account of an extraordinary life, described as only Melissa can: from her Kansas roots through her early love of music to her brilliant rise to stardom, becoming a female superstar in a male-dominated rock world. Melissa will openly discuss the massive impact of her public coming-out, a revelation that only increased her popularity and made her a highly visible spokesperson for the gay and lesbian community. The Truth Is ... shares Melissa Etheridge's fascinating story—sometimes shocking, always inspiring—with unprecedented candor and insight.

Filled with personal insights, the stories behind the music and lyrics, and never-before-seen personal photographs, The Truth Is ... is a poignant, thoughtful, sometimes difficult expression of who Melissa Etheridge has been, who she is, and who she hopes to become.

"Mutterschutz" - Dr. Phil. Helene Stöcker

Zeitschrift zur Reform der Sexuellen Ethik, Hrsg. von 1905-1907
Publikationsorgan des Bundes für Mutterschutz
Herausgeberin Dr. Phil. Helene Stöcker
3. Jahrgang 1907 Februar

Helene Stöcker, Deutsche Frauenrechtlerin, Sexualreformerin, Philosophin, Pazifistin und Publizistin: geboren am 13. November 1869 in Wuppertal,
gestorben am 24. Februar 1943 in New York

Im Jahre 1992 wurde in Wuppertal ein Übernachtungshaus für obdachlose Frauen eingeweiht. Es trägt den Namen Helene Stöckers und erinnert an eine Mitbürgerin, die 1903 den Bund für Mutterschutz gründete und damit einer ebenfalls sozial schwachen Gruppe von Frauen half - den ledigen Müttern mit ihren Kindern.
Hinter dem etwas harmlos klingenden Namen des Bundes verbarg sich aber mehr als nur eine Hilfsorganisation für Mütter. Es ging Helene Stöcker um Sexualaufklärung und Fragen der herrschenden Moral, die sie in der von ihr bis 1933 herausgegebenen Zeitschrift Die neue Generation erörterte. Die Frauen sollten nach ihrer “Neuen Ethik” nicht nur Objekt der Fortpflanzung und männlicher Lust sein, sondern ihre weibliche Sexualität in und gegebenfalls auch außerhalb der Ehe in einem freien Liebesverhältnis leben dürfen. Helene Stöcker wandte sich darüber hinaus gegen die Bestrafung von Abtreibung und männlicher Homosexualität.
Quelle: www.fembio.org

Wir danken dem Institut für Zeitgeschichte für ihre Spende!

Dagmar Trüpschuch - "Frauen in Berlin - Ein Reisebuch"

"Frauen in Berlin" ist ein Buch für alle, die entdecken wollen, was Berlin für Frauen zu bieten hat und sich auf  die Spuren von bekannten und berühmten Berlinerinnen von damals und heute begeben möchten: Rosa Luxemburg, Marlene Dietrich, Angelina Maccarone, Sasha Waltz und viele mehr.
Zudem bietet dieses Reisebuch Informatives zu Galerien und Museen, zur Film-, Musik- und Modestadt, zur Frauenszene oder zum interkulturellen Berlin. Mit ausführlichem Service- und Adressteil.

Ein Buch, das aktuell bleibt - mit Updates und Veranstaltungskalender unter: www.frauen-reisebuch.de

Getrude Stein - "Frau Reinelt"

Zwei Männer beherrschten diese Welt, und ihr Herrschaftsmonopol gründete sich auf Schrecken und Terror. Stalin und Hitler - unschwer in den Figuren Angelus Harfenist und Josef Linn zu erkennen - geistern durch diesen Roman, wie Gertrude Stein selbst als Frau Reinelt. Doch selbstverständlich ist "Frau Reinelt" kein politischer Schlüsselroman, sondern eine Steinsche Analyse der eigenen Befindlichkeit. Ein Spiel mit der Angst, eine komische Tragödie und ein stein'scher Humor kennzeichnen diese Situation, denn Gertrude Stein wartet, wartet auf Frieden, wartet auf ein Ende des Wartens und der Angst...

Annie Leibovitz - "A Photographer`s Life 1990-2005"

Als ebenso eigenwillige wie beeindruckende Autobiograhie in Bildern könnte man das neue Buch der amerikanischen Photographin Annie Leibovitz bezeichnen. A Photograher´s Life ist zu gleichen Teilen Familienalbum, Werkschau und persönliches Tagebuch der letzte fünfzehn Jahre. Photos aus ihrem Privatleben und professionelle Arbeiten insgesamt 343 teils farbige, teils schwarzweiße Aufnahmen durchsetzt mit Kontaktbögen - fügen sich nathlos zu einer Chronik der Ereignisse, der offiziellen Aufträge und privaten Erlebnisse. (Klappentext)

Alison Bechdel - "Fun Home"

Der große literarische Überraschungserfolg aus den USA erzählt in einer sensationellen Form die Geschichte einer jungen Frau, die einem Familiengeheimnis auf die Spur kommt: in Worten und Bildern, die sich zu einem Meisterwerk der Comic-Kunst zusammenfügen.

Alison Bechdel, Autorin und Erzählerin dieses literarischen Comics, verstand in ihrer Jugend nie, warum ihr Vater, Bestattungunternehmer und Englischlehrer an der örtlichen Highschool, offenbar seine Bücher mehr liebte als seine Famile.

Vorsichtig umkreist Alison Bechdel die Zeit vor und nach dem Tod des Vaters und zieht dabei alle literarischen Register.

Alexis Schwarzenbach - "Auf der Schwelle des Fremden - Das Leben der Annemarie Schwarzenbach"

"Das Leben zerfetzt sich mir in 1000 Stücke", schreibt Annemarie Schwarzenbach 1935 in einem Brief an Klaus Mann düstere Zeilen für eine 27-Jährige. Dabei scheint die begabte Schriftstel lerin und Tochter aus reichem Schweizer Elternhaus vom Glück eigentlich begünstigt: gebildet, von außergewöhnlicher androgyner Schönheit und Melancholie sie verdreht Männern und Frauen gleichermaßen den Kopf und mit einer großen Leidenschaft für alles Fremde führt sie ein unangepasstes Leben. Mit ihrem Auto fährt sie von der Schweiz nach Afghanistan, Indien, Irak und Iran, wo sie auch einige Zeit lebt; sie arbeitet in Belgisch-Kongo und den USA. Ihre Erlebnisse hält sie in faszinierenden Fotografien und poetischen Texten fest. Aber es gibt auch eine dunkle Seite: Ex zesse, Drogen, Depressionen, immer wieder vermischt mit kreativen Schüben, ein Tanz auf einer schmalen Klinge, der wiederholt in Entzugskliniken und in die Psychiatrie führt. Man vermutet begin nende Schizophrenie und vernachlässigt die Suche nach den Gründen: Die komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung, ihre Homo sexualität und die Stigmatisierung durch die Gesellschaft, die politische Lage in Europa, der innere Rückzug als Reaktion auf das äußere Chaos. Klaus Mann antwortet damals: "Wir werden es schon zuwege bringen, das Leben". Annemarie stirbt 1942 an den Folgen eines Fahrradunfalls, Klaus sieben Jahre später an einer Überdosis Schlaftabletten. Alexis Schwarzenbach zeichnet mithilfe zum Teil unveröffentlichter, aus Familienbesitz stammender Dokumente und Fotos, sowie umfangreichen Archivmaterials (darunter der Nachlass der Familie Mann) das Leben seiner Großtante nach. Erstmals publizierte Texte und zahlreiche Bilder, die das Talent Schwarzenbachs als Fotojournalistin belegen, ermöglichen ein umfassendes Portrait der schillernden Schweizerin.

Über den Autor
Dr. Alexis Schwarzenbach, Jahrgang 1971 und Urenkel von Renee Schwarzenbach-Wille, studierte Geschichte am Balliol College in Oxford und promovierte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Nach längerer Tätigkeit als Lektor und mehreren Forschungsaufenthalten im Ausland lebt er in Zürich. Zuletzt veröffentlichte er »Die Geborene« über Renée Schwarzenbach und »Das verschmähte Genie« über Albert Einstein.

Daniel Schreiber - "Susan Sontag. Geist und Glamour"

Die erste Biographie über die große amerikanische Schriftstellerin: Auf der Grundlage zahlreicher neuer Quellen und Gespräche u. a. mit Nadine Gordimer, Robert Wilson, Michael Krüger sowie Sontags Sohn David Rieff.Susan Sontag galt mit ihrer markanten Erscheinung, den pechschwarzen Haaren und der exzentrischen silbergrauen Strähne, als erste öffentliche Intellektuelle Amerikas und Celebrity zugleich. Sie trat in Filmen von Andy Warhol und Woody Allen auf, wurde von Annie Leibovitz und Diane Arbus fotografiert, war Werbegesicht der Wodka-Marke "Absolut" und verfasste gleichzeitig kulturkritische Essays. Darüber hinaus machte sie sich als Filmemacherin, Theaterregisseurin, Dramatikerin und Romanautorin weltweit einen Namen. Diese erste Biographie der politischen Provokateurin zeichnet das herausragende Bild einer widersprüchlichen und glamourösen Frau, deren Leben die kulturellen und medialen Umbrüche des 20. Jahrhunderts spiegelt. (Umschlagtext)

Christiane Leidinger - "Keine Tochter aus gutem Hause"

Johanna Elberskirchen (1864 1943) war keine »Tochter aus gutem Hause«. Die Hürde der sozialen Herkunft spornte sie jedoch an, sich darüber hinwegzusetzen. Bildung, Lohnarbeit, sogar ein Frauenstudium in der Schweiz wurden für die lebenshungrige Bonnerin zu einer Quelle, aus der sie viele Interessen schöpfte. Als Rednerin, Aktivistin und Schriftstellerin wurde ihre schärfste Waffe das Wort: Ihre Schriften sind pathetisch, polemisch, provokant, ihre Überlegungen zielen auf Freiheit und soziale Gerechtigkeit und sind überraschend modern. 1943 starb Johanna Elberskirchen in Rüdersdorf bei Berlin, wo sie in eigener homöopathischer Praxis arbeitete. Die Umstände der Beisetzung waren mysteriös: Erst 1975 fanden und vergruben zwei Frauen heimlich ihre Urne. Jahrzehnte später ehrte die Gemeinde sie mit einer Gedenktafel. Erstmals werden die verschiedenen Spuren des ungewöhnlichen und kämpferischen Lebens von Johanna Elberskirchen für die Befreiung von Frauen, ArbeiterInnen, Lesben und Schwulen verfolgt. Christiane Leidinger entwirft dabei ein lebendiges und faszinierendes Panorama der Zeit vom deutschen Kaiserreich bis zum Nationalsozialismus. Ein Buch, das Geschichte spüren lässt, über bewegte und durchaus widersprüchliche politische Wege einer umstrittenen Feministin, Sexualreformerin und Sozialdemokratin.

Über die Autorin
Christiane Leidinger ist freiberufliche Politologin und lebt in Berlin. Sie promovierte zu Globalisierung und Medien und arbeitet seit zehn Jahren als Lehrbeauftragte v.a. an Berliner Universitäten. Aktuell forscht sie über politische Theorien von Widerstand im 20. Jahrhundert.

Mirjam Pressler – "Für Isabel war es Liebe"

Isabel ist Anfang 20 und studiert in Hamburg Kunstgeschichte. Seit ihrer Schulzeit ist sie begeistert von dem Maler Modigliani. Zusammen mit ihrer Freundin Conny, einer fünf jahre älteren Ärztin, fährt sie nach München zu ihren Eltern, um dort den Geburtstag ihrer Mutter zu feiern. Die Autofahrt wird zu einer Reise in die Vergangenheit. Isabel erzählt Conny zum ersten Mal Genaueres über ihre Familie und ihre erste große Liebe, Daniela.
Als Isabel 17 ist, erkrankt ihre Mutter an Brustkrebs, und fast zur selben Zeit lernt sie in der Schule Daniela kennen. Beide besuchen eine AG zum Thema Aktzeichnen. Daniela ist die Erste, die sich als Modell zur Verfügung stellt, und Isabel ist sofort von ihr gefangen.
Die folgenden Monate werden bestimmt durch die bedrückende Stimmung zu Hause und durch die leidenschaftliche Beziehung mit Daniela, die ihr hilft, der Verzweiflung und ihren Ängsten zeitweise zu entkommen. Die Therapie ihrer Mutter ist am Ende erfolgreich.
Als Isabel von Daniela verlassen wird, ist sie zutiefst verletzt. Nach dem Abitur entflieht sie ihrem Elternhaus und zugleich den Erinnerungen an Daniela und geht zum Studium nach Hamburg. Doch die Verletzungen wirken nach, und sie hat lange Zeit Schwierigkeiten, sich auf eine Beziehung einzulassen. Die zu Conny ist die erste, die über einen längeren Zeitraum anhält.
Es fällt ihr jedoch sehr schwer, Conny von ihrer ersten Liebe zu erzählen. Sie glaubt, Conny würde sie dann mit anderen Augen sehen, als eine, die verlassen worden ist.

Der Roman erzählt die Geschichte eines Coming-outs und zugleich den Prozess der Abnabelung von den Eltern.
Dem Roman ist streckenweise deutlich anzumerken, dass die Autorin vor allem Jugendbücher schreibt. Die übermäßig große Bedeutung, die dem Scheitern der ersten Liebe beigemessen, ist hierfür beispielsweise typisch. (K.S.)

Jeanette Winterson – "Auf den Körper geschrieben"

Eine nicht näher bezeichnete Person führt lange Zeit ein Leben mit eher flüchtigen Affären, verspürt irgendwann den Wunsch nach Verlässlichkeit und nach einer durchschnittlichen, dauerhaften Beziehung und findet dies tatsächlich bei einer Frau mit Namen Jacqueline. Mit diesem etwas monotonen, aber angenehmen Leben ist es schlagartig vorbei, als Louise auftaucht: schön, faszinierend und verheiratet – mit dem Krebsforscher Elgin. Es entwickelt sich eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, die von intensiven Gefühlen und starker erotischer Anziehung auf beiden Seiten geprägt ist. Louise will sich von ihrem Mann scheiden lassen. Der jedoch sieht seine Chance gekommen, als sie an Leukämie erkrankt. Er will für die beste Behandlung sorgen, die möglich ist, allerdings unter einer Bedingung: Sie muss ihre Affäre beenden und zu ihm zurückkehren. Louise weigert sich und spielt ihre Krankheit herunter, wird jedoch aus Liebe verlassen. „Liebe Louise, ich liebe Dich mehr als das Leben. […] Ich gehe heute nacht fort, […]. Wenn ich bleibe, wirst Du es sein, die geht, in Schmerzen, ohne Hilfe. […] Ich will, dass Du lebst.“ So heißt es in dem Brief, den die Ich-Erzählerin oder der Ich-Erzähler der Geliebten zurücklässt. (Tatsächlich wird an keiner Stelle deutlich, ob eine Frau oder ein Mann die Geschichte erzählt, weder Geschlecht noch Name werden erwähnt.)
Ihre/seine Gedanken kreisen in der Folge fast ausschließlich um Louise, und sie/er wartet mit wachsender Unruhe auf eine Nachricht von Elgin.

„Auf den Körper geschrieben“ ist ein faszinierender Roman, sprachlich kraftvoll und intensiv. (K.S.)

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