Eva Siewert

Seit Anfang 2019 lädt die Website "In Erinnerung an Eva Siewert" (www.eva-siewert.de) zur Entdeckung von Eva Siewert (1907-1994) ein.

Noch vor wenigen Jahren war die lesbische Schriftstellerin, Journalistin und Radiosprecherin aus Berlin so gut wie vergessen. Nun erinnert ein neuartiger digitaler Gedenkraum an ihr Leben und Werk. Es werden Texte von ihr les- und hörbar, und ihr Leben wird in eigens hierfür hergestellten Illustrationen vorgestellt. Besonders thematisiert wird ihre Beziehung zu Alice Carlé, für die 2017 - auch mit Unterstützung des Spinnbodens - ein Stolperstein verlegt werden konnte. Alice Carlé wurde 1943 auf der Grundlage der rassistischen Politik der Nationalsozialisten als Jüdin im Vernichtungslager Auschwitz ermordet; Eva Siewert selbst überlebte den 2. Weltkrieg als sogen. "Halbjüdin" in Berlin.

Den digitalen Gedenkraum hat ein vierköpfiges Projektteam, ausgehend von der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, entwickelt. Neben Raimund Wolfert, der seit Jahren zu Eva Siewert forscht, wirk(t)en die Künstlerinnen Sigrid Grajek, Martina Minette Dreier und Christine Olderdissen an dem Projekt mit, das neue Wege in der (digitalen) Erinnerungskultur beschreitet. Finanziell gefördert wurde das Projekt von der Berliner Landesstelle für Gleichbehandlung gegen Diskrminierung (LADS).

Wir laden alle Interessierten zum Schauen, Lesen und Hören, zum Entdecken und Nach-Denken ein!