Reihe "7 Fragen an ..."

7 Fragen an ... Klassiker*innen der queer-feministischen Theorie (ONLINE)

05. Februar 2021, Freitag, 19 Uhr (ONLINE):

"7 Fragen an JUDITH BUTLER"

 - ALLE PLÄTZE BELEGT -

mit Franziska Rauchut, M.A. (Berlin)

Dies ist eine Reihe, welche Leben und Werk von Klassiker*innen der queer-feministischen Theorie auf niedrigschwellige und kurzweilige Art und Weise vorstellen und diskutieren will. Alle dürfen die Fragen mitbringen, die sie schon immer mal stellen wollten.

Aber Achtung - es dürfen insgesamt nur 7 Fragen sein! 

In der ersten Veranstaltung gab es die Fragen an Simone de Beauvoir, im Oktober ging es weiter mit Fragen an Adrienne Rich.

Nun folgt der nächste Teil mit 7 Fragen an Judith Butler.

Eure Fragen – es dürfen gerne auch kuriose und kritische sein ‒ werden am Anfang eingesammelt und wir stimmen gemeinsam darüber ab, welche 7 Fragen uns in den kommenden 70 Minuten beschäftigen werden. Tipp: Legt Euch ein Smartphone neben Euren Computer – vielleicht werden wir es brauchen ;-).

Ein Angebot mit Workshopelementen für Frauen*, Lesben, Bi-, Trans-, Inter- und Queer-Personen.

Maximal 25 Personen.

Treffpunkt: Online, via Zoom (der Einladungslink wird per Mail verschickt)

Teilnahmebeitrag: 2 € regulär, 1 € ermäßigt (Spenden darüberhinaus für die Arbeit des Spinnbodens willkommen)

Vortrag Transfeindlichkeit - Aspekte geschlechtlicher Marginalisierung

Transfeindlichkeit - Aspekte geschlechtlicher Marginalisierung (ONLINE)

Veranstaltung zum internationalen Frauentag mit/von Felicia Ewert

Termin: 06. März, Samstag, 19 Uhr

Vortrag und Lesung umfassen eine Erläuterung von bestehenden diskriminierenden Begriffen und geben stattdessen Handlungsempfehlungen und respektvollere Definitionen weiter. Die Referentin beschäftigt sich mit der Existenz von offen transfeindlichen Feminismen und zeigt Strukturen und Organisationen. Sie verweist auf die Widersprüchlichkeiten im vermeintlich radikalen Anspruch von transfeindlichen Feminismen, auf biologistische und cisnormative Argumentationen. Hierin wird auch dargestellt wie Transfeindlichkeit eine verbindende Funktion zwischen mitunter entgegengesetzten politischen Strömungen einnimmt. Diese reichen von feministischen, über konservative bis hin zu rechtsradikalen Gruppierungen und Parteien und es wird gezeigt wie diese, zum Nachteil von transgeschlechtlichen Menschen genutzt wird.

Zusätzlich stellt die Referentin dar, wie fest Biologismen und normierte Zweigeschlechtlichkeit in der Gesellschaft verwurzelt sind und dass ein Fokus auf offene Transfeindlichkeit zu kurz greift. So zeigt sie auch, was die vermeintlich respektvolle „Sex / Gender“ Aufteilung von Geschlecht, die über universitäre Kontexte hinaus gegenwärtiger wird, für transgeschlechtliche Menschen bedeutet. Wie tief deutsches Recht in die Leben von trans Personen eingreift, zeigt sie mit einem Überblick über das sogenannte „Transsexuellengesetz“ und widmet sich der Frage, was *wir alle* tun müssen, um bestehende diskriminierende geschlechtliche Vorstellungen zu realisieren und abzubauen.

Treffpunkt: Online via Zoom (Link bei Anmeldung)
Teilnahmebeitrag: 2 € regulär, 1 € ermäßigt (Spenden darüberhinaus für die Arbeit des Spinnbodens willkommen)
Anmeldung unter 448 58 48 oder beratung@spinnboden.de

Reihe Lost and Found @ Spinnboden

Lost and Found @ Spinnboden (NEU!)

Erster Termin: 17. März, Mittwoch, 19:30 Uhr (vermutl. ONLINE)

Feminstische Sex Wars und Femme/Butch in der Westberliner Lesbenzeitschrift UKZ

Vortrag von Lorenz Weinberg, Historiker_in M.A.

Im Vortrag werden Diskussionen über lesbisch_queere Sexualität innerhalb der UKZ der 1980er und 90er Jahre vorgestellt. Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern Sexualitätsdiskurse als Aushandlungsorte lesbisch_queerer Identitäts- und Geschlechtskonzeptionen fungierten. Dabei werden Auseinandersetzungen um vergeschlechtlichte Körper, sexuelle Praktiken und die Verflechtungen von Geschlecht und Begehren betrachtet und vor diesem Hintergrund Debatten über die Themen der Feminist Sex Wars – Pornografie, Sexspielzeug, BDSM, Sexarbeit, sexuelle Praktiken und lesbische Identitäten – besprochen.

Lorenz Weinberg wird einen Einblick in die Arbeit an seinem Dissertationsprojekt geben und Teile der Quelleninterpretation ausgewählter Textstellen aus der UKZ präsentieren.

Lorenz Weinberg, M.A., studierte Geschichte mit den Schwerpunkten Frauen- und Geschlechtergeschichte, Queer History und Sexualitätsgeschichte in Berlin und Wien und ist Doktorand_in am FMI der FU Berlin. Sein Dissertationsprojekt Feministische Sex Wars und Butch/Fem(me)-Kultur. Sexualitätsdiskurse als Aushandlungsorte lesbisch_queerer Identitätskonzeptionen in deutschsprachigen Lesbenbewegungen der 1970er-90er Jahre [Arbeitstitel] wird von der Heinrich-Böll-Stiftung gefördert. Als ehemaliger Mitarbeiter_in im Spinnboden Lesbenarchiv Berlin beschäftigt sich Lorenz Weinberg intensiv mit lesbisch_trans*_queerer Bewegungsgeschichte und deren Quellen.

Der bebilderte Vortrag ist Teil der Reihe Lost and Found @ Spinnboden. Sie will einmal im Quartallesbisch-queer-feministische Geschichte(n) mit Funden aus dem Spinnboden Lesbenarchiv bzw. laufende Recherchen im Archiv nahebringen.

Treffpunkt: Online via Zoom oder Spinnboden e.V., Anklamer Str. 38, 10115 Berlin, 2. Hinterhof, 2. Stock
Barrierefreiheit: barrierefrei zugänglich über Fahrstuhl; keine barrierefreie Toilette
Teilnahmebeitrag: 2 € regulär, 1 € ermäßigt (Spenden darüberhinaus für die Arbeit des Spinnbodens willkommen)
Keine Anmeldung nötig, Infos unter 4 48 58 48 oder beratung@spinnboden.de