Enthüllung Gedenktafeln zu lesbischen Orten in Berlin

Mehr Sichtbarkeit für lesbisches Leben der 1970er und 1980er Jahre – Dachverband Lesben und Alter e.V. enthüllt am 03. Dezember 2021 drei neue Gedenktafeln

Der Dachverband Lesben und Alter e.V. enthüllt am 03. Dezember 2021 ab 16 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung mehrere Gedenktafeln in Erinnerung an drei lesbische Treffpunkte der 1970er und 1980er Jahre in Berlin-Schöneberg.

Die drei Treffpunkte sind die Diskothek „die 2“, „der“ Sub der damaligen Zeit, das „pour elle“, eine der ersten Lesbenbars Berlins sowie die Frauen/Lesbenkneipe „Dinelo“, die für Kostümfeste bekannt war. Diese Treffpunkte trugen mit ihrem Angebot maßgeblich zu mehr lesbischer Sichtbarkeit im Stadtraum bei. Als einzigartige Stätten des subkulturellen lesbischen Lebens hatten sie auch weit über Berlin hinaus eine große Ausstrahlung.

Vor diesen drei Bars und Clubs werden Gedenktafeln aufgestellt, die mit Bild und Text auf ihre Bedeutung eingehen. Ein QR-Code leitet zusätzlich auf eine Webseite, die weitere Informationen auch auf der Grundlage von Interviews mit Zeitzeug*innen, Benutzer*innen und ehemaligen Betreiber*innen enthält.

Die Veranstaltung beginnt am 03. Dezember um 16 Uhr am ehemaligen Standort des „Dinelo“ in der Vorbergstr. 10. Zunächst wird das Projekt vorgestellt (Jutta Brambach, Dachverband Lesben und Alter e.V.) und mit einem Grußwort der Bezirksbürgermeisterin von Schöneberg, Angelika Schöttler, gewürdigt. Im Rahmen eines Stadtrundgangs werden die Gedenktafeln für das „Dinelo“, „die 2“ und das „pour elle“ enthüllt. Katja Koblitz vom Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V. berichtet von ihren Recherchen und den ihr anvertrauten Anekdoten und kuriosen Ereignissen. Zeitzeug*innen sind herzlich eingeladen, ihre Erinnerungen einzubringen. Im Anschluss an den Rundgang lädt der Dachverband ab 17:30 Uhr zu einem Umtrunk in der Buchhandlung Eisenherz ein.

Der Dachverband Lesben und Alter e.V. will mit dem langfristig angelegten Projekt „Wir sind stark und wir sind viele – lesbische Sub-Kultur in Berlin“ zur Sichtbarmachung von LSBTI-Gedenkorten in Berlin beitragen. Er kooperiert hierfür mit dem Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek e.V. sowie derzeit mit dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Das Projekt wird von der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung Berlin gefördert.

Für weitere Informationen zu der Veranstaltung und dem Projekt kontaktieren Sie

linda.davis@lesbenundalter.de

BISHERIGE VERANSTALTUNGEN

Queer History Spring 2021

„Böse Bubi-Bälle und Engtanzparties“ – Historischer Stadtrundgang zu lesbischen Treffpunkten der 1920er bis heute

15. Mai 2021, 15 Uhr

mit Katja Koblitz, M.A., im Rahmen des Queer History Month 2021

Der Stadtrundgang zeigt ein Ballhaus der 1920er, das in dem Stadtführer „Berlins lesbische Frauen“ (1928) beschrieben wurde, einen Versammlungsort der in den 1970ern lesbenpolitischen Gruppe „Lesbischen Aktion Westberlin“ (LAZ) sowie ein von FrauenLesben in den 1980ern besetztes Haus, das bis heute das lesbisches Café „Begine“ beherbergt. Fotos, zeitgenössische Schilderungen sowie Infos zu den Akteur*innen der Treffpunkte geben einen Eindruck von der Vielfalt der hundertjährigen Szenekultur in Berlin-Schöneberg. 

Dieser Stadtrundgang ist eine Kooperation mit dem Queer History Month.

Anmeldung: info@queerhistory.de

Treffpunkt: S 1 Yorckstrasse / Großgörschenstrasse, dort gibt es zwei Ausgänge; bitte zum Ausgang Richtung Alter St. Matthäus (siehe Schilder) gehen

Barriereinfos: bedingt barrierearm, da teils holprige Wege sowie keine barrierefreien Toiletten

Zielgruppe: alle, bevorzugt FLINT

Gruppengröße: je nach Corona-Pandemie-Lage bis zu 10 Personen (bitte Masken mitbringen)

Workshopreihe "Queer-feministische Geschichte(n) in Berliner Archiven entdecken"

Im Rahmen des Queer History Spring veranstalten wir gemeinsam mit dem Schwulen Museum, dem FFBIZ-feministisches Archiv sowie den queeren Jugendzentren Berlins (JFE Queer und Lambda) eine 3-tägige Workshopreihe für queere Jugendliche/junge Erwachsene mit dem Titel "Queer-feministische Geschichte(n) in Berliner Archiven entdecken".

An 3 Tagen können queere Jugendliche/junge Erwachsene queerfeministische Berliner Archive kennenlernen und sich dabei 

zu versch. Themen informieren. Jeden Tag werden wir außerdem von Künstler*innen begleitet, die kreative Umsetzungen des Archivmaterials mit euch planen.

18. Juni 17-19 Uhr Infonachmittag bei Lambda, Sonnenburger Str. 69, 10437 Berlin

01. Juli 12-18 Uhr 1. Workshoptag zum Thema "Zines" im Schwulen Museum,  Lützowstraße 73, 10785 Berlin

02. Juli 12-18 Uhr 2. Workshoptag zum Thema "Symbole queer-feministischer Bewegungen" im Spinnboden Lesbenarchiv, Anklamer Str. 38, 10115 Berlin

03. Juli 12-18 Uhr 3. Workshoptag zum Thema "Biografien queerer Personen" im FFBIZ-feministisches Archiv, Eldenaer Str. 35, 10247 Berlin

Der zweite Workshoptag findet bei uns im Spinnboden Lesbenarchiv statt. Nach einer kleinen Führung durch das Archiv, stellen wir euch verschiedenste Symbole aus queer-feministischen Bewegungen vor. Mit Unterstützung einer*s Künstler*in werden wir anschließend auch selber Symbole auf Textil und Papier drucken und Material für die queere Revolution produzieren.

Wenn ihr Nachfragen habt oder euch anmelden möchtet (für den einen Tag oder die gesamte Workshopreihe) schreibt an: beratung@spinnboden.de

Wir freuen uns sehr auf euch!

Veranstaltung gemeinsam mit FFBIZ - das feministische Archiv III

30 Jahre Maueröffnung - ein Jubiläum - eine Erzählung?

Zeitzeuggespräche - 1989 aus lesbisch/feministischer Perspektive

Ursula Sillge

13. Dezember 2019, 20 Uhr - Sonntags-Club

Wie haben Aktivist*innen der Lesben-/Frauenbewegung die Umbrüche 1989 erlebt? Wie wurde die Öffnung der Mauer und ihre Konsequenzen innerhalb der Ost- und WestberlinerLesben -/Frauenbewegungen rezipiert? Welche Kontakte und Bündnisse entstanden um 1989 und in den Folgejahren?

In der dreiteiligen Veranstaltungsreihe wollen FFBIZ - das feministische Archiv und Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek die deutsch-deutschen Erzählungen zu 1989 aus einer lesbisch-feministischen Perspektive betrachten und jeweils eine Aktivist*in der Frauen-/Lesbenbewegungen zu Wort kommn lassen.

Ursula Sillge erzählt im einstündigen Interview aus Ostberliner Sicht von ihren Erfahrungen. Sie promovierte über die Situation von Lesben in der DDR, ist Autorin von "Un-sichtbare Frauen. Lesben und ihre Emanzipation in der DDR", war langjährige Leiterin des Sonntags-Clubs (www.sonntags-club.de) und ist im Vorstand des Lila Archivs (www.lilaarchiv.de).

Eine Veranstaltung von FFBIZ - das feministische Archiv (www.ffbiz.de) und Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek mit Ursula Sillge. Das Interview führt Katja Koblitz.

Datum: 13. Dezember 2019 (Fr), 20 Uhr
Ort: Sonntags-Club, Greifhagener Str. 28, 10437 Berlin
Eintritt: frei
Keine Anmeldung nötig

Veranstaltung mit der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft

Im Gedenken an Eva Siewert (1907-1994)

- Veranstaltung mit Sigrid Grajek und Raimund Wolfert -

03. Dezember 2019, 19:30 Uhr - Kollo

Die lesbische Journalistin und Schriftstellerin Eva Siewert war eine ausgewiesene Stilistin. Für Kurt Hiller waren ihre Arbeiten im Urteil klug und gerecht, in der Form vollendet und in der Haltung kämpferisch. Er nannte sie euphorisch eine "sokratisch-mozarteske Jeanne d'Arc deutscher Prosa". In meisterhaften Erzählungen wie 'Das Orakel' und 'Das Boot Pan' hat Eva Siewert schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg berührende Worte für das Unsagbare gefunden: Ihre Geliebte Alice Carlé (1902-1943) wurde als Jüdin im Vernichtungslager Auschwitz ermordert, während Eva Siewert selbst wegen regimekritischer Äußerungen im Berliner Frauengefäängnis in der Barnimstraße 10 einsaß.

Am 3. Dezember 2019 jährt sich der Todestag Eva Siewerts zum 25. Mal. Aus diesem Grund lädt die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft zu einer Gedenkveranstaltung in die Bar Kollo Kreuzberg ein. Die Berliner Schaupielerin und Sängerin Sigrid Grajek trägt ausgewählte Erzählungen Eva Siewerts sowie Passagen aus Briefe Siewerts an Kurt Hiller aus den 1950ern vor: prägnante Texte, die vor Geist und Temperament sprühen und Spuren einer unbeugsamen Frau und einer lesbischen Liebe zur Zeit des Nationalsozialismus freilegen.

(Foto: freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Raimund Wolfert)

Termin:03. Dezember 2019 (Di), 19:30 Uhr
Ort: Kollo Kreuzberg, Monumentenstr. 29, 10965 Berlin
Eintritt: frei
Keine Anmeldung nötig

Veranstaltung mit dem Queeren Kulturhaus E2H

queer(ing) xmas - Positionen der Zuneigung

Vernissage der Ausstellung

01. Dezember 2019, 16 Uhr - Sonntags-Club

Den ganzen Dezember hindurch soll in dem von Mesaoo Wrede kuratierten Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt das traditionell christlich konnotierte Weihnachsfest queer interpretiert werden.

Die Ausstellung präsentiert Werke von über zwanzig internationalen LGBTIQ*-Künstler*innen. Sie wird begleitet von mehreren Events, darunter einer Performance und Lesung von Traude Bührmann zum 50jährigen Erscheinen der "Guérilleres" von Monique Wittig (05. Dezember, 16-18 Uhr). Zudem wird täglich eine von 24 Türen im Kunstweihnachtskalender geöffnet und aus Zusendungen soll eine Fotoinstallation "Die Familie meiner Wahl" entstehen.

(Foto: Roswitha Baumeister)

Termin:01. Dezember 2019, 16 Uhr
Ort: Sonntags-Club, Greifhagener Str. 28, 10437 Berlin
Eintritt: frei
Keine Anmeldung nötig

Veranstaltung mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

"Die Wahrheit interessiert mich weniger als der Mythos."

Lesung mit Angela Steidele

22. November 2019, 19 Uhr - Haus der Poesie

Angela Steidele hat sich mit dem Leben und Lieben von Lesben insbesondere in der Zeit vor 1850 auseinandergesetzt. Die Literaturwissenschaftlerin und Autorin recherchierte zu unbekannten, unbeachteten und unentdeckten Frauen und veröffentlichte in den vergangenen Jahren hochgelobte Romane und Essays, die sich den Leben der lesbischen Protagonistinnen auf poetische Weise annähern.

In einer Kooperationsveranstaltung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld mit der L-Mag und dem Spinnboden Lesbenarchiv sprechen wir mit Angela Steidele über ihr Werk. Die Moderation des Abends führt Gudrun Fertig.

Termin:22. November 2019, 19 Uhr
Ort: Haus der Poesie (auf dem Gelände der Kulturbrauerei, Haus 8), Knaackstr. 97, 10435 Berlin
Eintritt: frei
Keine Anmeldung nötig

Veranstaltung gemeinsam mit FFBIZ - das feministische Archiv II

30 Jahre Maueröffnung - ein Jubiläum - eine Erzählung?

Zeitzeuginnengespräche - 1989 aus lesbisch/feministischer Perspektive

Katharina Oguntoye

21. November 2019, 20 Uhr - Aquarium (Südblock)

Wie haben Aktivist*innen der Lesben-/Frauenbewegung die Umbrüche 1989 erlebt? Wie wurde die Öffnung der Mauer und ihre Konsequenzen innerhalb der Ost- und Westberliner Lesben -/Frauenbewegungen rezipiert? Welche Kontakte und Bündnisse entstanden um 1989 und in den Folgejahren?

In der dreiteiligen Veranstaltungsreihe wollen FFBIZ - das feministische Archiv und Spinnboden Lesbenarchiv & Biblitohek die deutsch-deutschen Erzählungen zu 1989 aus einer lesbisch-feministischen Perspektive betrachten und jeweils eine Aktivist*in der Frauen-/Lesbenbewegungen zu Wort kommen lassen.

Katharina Oguntoye erzählt im einstündigen Interview aus Westberliner Sicht von ihren Erfahrungen. Sie war Mitbegründerin der Gruppe Schwarze Frauen in Deutschland ADEFRA, Mitherausgeberin der Publikation "Farbe bekennen" und arbeitet zur Zeit als Projektleiterin von Joliba - Interkulturelles Netzwerk in Berlin e.V. (www.joliba.de).

Eine Veranstaltung von FFBIZ - das feministische Archiv (www.ffbiz.de) und Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek mit Katharina Oguntoye. Das Interview führt Katja Koblitz.

Datum: 21. November 2019 (Do), 20 Uhr
Ort: Aquarium (Südblock), Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin
Eintritt: frei
Keine Anmeldung nötig

Veranstaltung mit dem Lernort Keibelstraße

"frau anders" - Lesben-Gruppen zwischen Bürgerrechts- und Homosexuellenbewegung

Werkstattgespräch mit Maria Bühner

14. November 2019, 19 Uhr - Lernort Keibelstraße

Die Agentur für Bildung - Geschichte, Politik und Medien e.V. führt seit September eine Veranstaltungsreihe zum Thema "Unangepasst. Repressionserfahrungen von Frauen* in der DDR" durch. Diese Veranstaltungsreihe richtet den Fokus auf randständige Frauen*(gruppen), die politisch, sozial, (sub-)kulturell von den sozialistischen Normen und Leitbildern in der DDR abwichen. Welche Sozialisierungen, Vorstellungen und Ideen hatten nichtkonform lebende Frauen? Wie und mit welchen Folgen gerieten sie in Konfrontation mit dem Staat?

Im Mittelpunkt des Werkstattgesprächs mit Maria Bühner, Kulturwissenschaftlerin und Aktivistin in Leipzig, stehen das Leben von lesbischen Frauen in der DDR und die vielfältigen Aktivitäten der Lesben-Gruppen in der DDR. Lesben-Gruppen bildeten sich zu Beginn der 1980er Jahre in Ost-Berlin und anderen größeren Städten der DDR. Sie fanden u.a. unter dem Dach der Kirche erstmals die Möglichkeit, sich zusammenzuschließen und ihre Diskriminierungserfahrungen als Frauen* und Homosexuelle zu problematisieren. Das Werkstattgespräch thematisiert die spezifische Lebenssituation von Lesben vor 1989, ihren kritischen Blick auf die patriarchal gesprägte DDR-Gesellschaft und beispielhaft ihre Erfahrungen von Repression und Zersetzung durch das MfS. Das Werkstattgespräch moderiert Katja Koblitz (Spinnboden).

(Foto: Robert-Havemann-Gesellschaft/Bettina Dziggel)

Termin:14. November 2019, 19 Uhr
Ort: Lernort Keibelstraße c/o Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Bernhard-Weiß-Straße 6, 10178 Berlin
Eintritt: frei
Anmeldung erbeten unter: rothe@agentur-bildung.de

Veranstaltung mit der Gedenkstätte Berliner Mauer

Queer-feministische Perspektiven auf den Mauerfall

Zeitzeuginnenpodium mit Bettina Dziggel (Lesben in der Kirche) und Christina Karstädt (viel zu viel verschwiegen ...)

09. November 2019, 15:45 Uhr - Gedenkstätte Berliner Mauer

Die Gedenkstätte Berliner Mauer präsentiert am Jahrestag des Mauerfalls ab 14 Uhr drei Podien mit neuen Perspektiven zur Umbruchszeit 1989/1990, darunter eines mit Bettina Dziggel (aktiv in der Ostberliner Gruppe Lesben in der Kirche) und Christina Karstädt (Regisseurin u.a. des Films "viel zu viel verschwiegen - Lesbische Frauen in der DDR"). Das Interview mit den beiden Aktivist*innen der Ost-Frauen-/Lesbenbewegungen führt Katja Koblitz.

Mit beiden Zeitzeug*innen konnte das FFBIZ - das feministische Archiv (www.ffbiz.de) und Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V. im Rahmen des Projekts "Friedliche Revolution? Lesbisch-feministische Perspektiven auf 1989" von Anfang bis Mitte 2019 Interviews führen.

Termin:09. November 2019, 14 Uhr (Start) und 15:45 Uhr (Beginn des Podiums)
Ort: Gedenkstätte Berliner Mauer (Besucherzentrum), Bernauer Str. 111, 13355 Berlin
Eintritt: frei
Keine Anmeldung nötig

Veranstaltung gemeinsam mit FFBIZ - das feministische Archiv I

30 Jahre Maueröffnung - ein Jubiläum - eine Erzählung?

Zeitzeuginnengespräche - 1989 aus lesbisch/feministischer Perspektive
Christina Thürmer-Rohr

07. November 2019, 19:30 Uhr - Sharehaus Refugio

Wie haben Aktivist*innen der Lesben-/Frauenbewegung die Umbrüche 1989 erlebt? Wie wurde die Öffnung der Mauer und ihre Konsequenzen innerhalb der Ost- und WestberlinerLesben-/Frauenbewegungen rezipiert? Welche Kontakte und Bündnisse entstanden um 1989 und in den Folgejahren?

In der dreiteiligen Veranstaltungsreihe wollen FFBIZ - das feministische Archiv und Spinnboden Lesbenarchiv & Biblitohek die deutsch-deutschen Erzählungen zu 1989 aus einer lesbisch-feministischen Perspektive betrachten und jeweils eine Aktivist*in der Frauen-/Lesbenbewegungen zu Wort kommen lassen.

Christina Thürmer-Rohr erzählt im einstündigen Interview aus Westberliner Sicht von ihren Erfahrungen. Sie ist Sozialwissenschaftlerin, feministische Theoretikerin und Musikerin und gehört zu den Pionierinnen für Frauen- und Geschlechterforschung an deutschsprachigen Hochschulen.

Eine Veranstaltung von FFBIZ - das feministische Archiv (www.ffbiz.de) und Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek mit Christina Thürmer-Rohr. Das Interview führt Katja Koblitz.

Datum: 07. November 2019 (Do), 19:30 Uhr
Ort: Sharehaus Refugio, Lenaustr. 3-4, 12047 Berlin
Eintritt: frei
Keine Anmeldung nötig

Veranstaltung von Maneo e.V.

Spurensuche im Regenbogenkiez - Historische Orte und Schillernde Persönlichkeiten

Veranstaltung von Maneo e.V. mit Katja Koblitz, Claudia Schoppmann und Karl-Heinz Steinle

10. Oktober 2019, 19 Uhr - Rathaus Schöneberg


Bewusstsein darüber, dass schon vor 100 Jahren Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*personen und Intersexuelle in Schöneberg Nord und benachbarten Regionen in ein buntes und schillerndes Szeneleben eintauchen konnten, ist bei vielen Menschen in Berlin kaum vorhanden. Umso überraschter schauen sie auf, wenn sie davon erfahren.

Wissen über die Allgegenwärtigkeit von LSBT* in Kulturen und Gesellschaften hilft, gesellschaftliche Toleranz und Akzeptanz von LSBTI* zu fördern und lenkt den Blick darauf, dass Menschen verschieden sind, dass sexuelle Vielfalt zur menschlichen Natur gehört.

Mit dem im Mai 2018 veröffentlichten "Kiezgeschichten Band 2" wird die Spurensuche auf historischem Terrain fortgesetzt. In der Veranstaltung präsentieren die Historikerinnen Dr. Claudia Schoppmann und Katja Koblitz sowie der Historiker Karl-Heinz Steinle Rechercheergebnisse zum veröffentlichten Buch.

Eine Veranstaltung von Maneo e.V. Berlin (www.maneo.de).

Termin: 10. Oktober 2019 (Do), 19 Uhr
Ort: Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Saal, Am Rathaus 2, 10825 Berlin
Eintritt: frei
Keine Anmeldung nötig

Veranstaltung der Bücherfrauen Berlin e.V.

Das Digitale Deutsche Frauenarchiv. Die neue Adresse für Lesben- und Frauengeschichte

Vortrag mit Sabine Balke (Digitales Deutsches Frauenarchiv) und Katja Koblitz (Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek)

09. Oktober 2019, 20 Uhr - Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek

Die spannende und teils noch immer unbekannte Geschichte der Frauen- und Lesbenbewegung aufzuspüren, zu bewahren und bekannt_er zu machen war und ist die wichtige Aufgabe feministischer Archive, Dokumentationsstellen und Bibliotheken. Erstmals im deutschsprachigen Raum werden seit September 2018 mit dem Onlineportal Digitales Deutschen Frauenarchiv (DDF) bestehende Daten zusammengeführt, digitalisiert und mit weiterführenden Informationen zu feministischer Bewegungsgeschichte verbunden.

Sabine Balke berichtet über den Aufbau des DDF und Katja Koblitz gibt Einblicke in das Video- und Digitalisierungsprojekt "Friedliche Revolution? Lesbisch-feministische Perspektiven auf 1989", das Anfang bis Mitte 2019 in einer Kooperation von FFBIZ - das feministische Archiv und Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek realisiert wurde.

Eine Veranstaltung der Bücherfrauen/ Women in Publishing Berlin e.V. (www.buecherfrauen.de) in Zusammenarbeit mit dem Digitalen Deutschen Frauenarchiv (www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de) und dem Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V.

Termin: 09. Oktober 2019 (Mi), Einlass 19:30 Uhr, Start 20 Uhr
Ort: Spinnboden e.V., Anklamer Str. 38, 10115 Berlin, 2. Hinterhof, 2. Stock
Barrierefreiheit: barrierefrei zugänglich über Fahrstuhl; keine barrierefreie Toilette
Eintritt: frei (Spenden für die Arbeit des Spinnbodens willkommen)
Keine Anmeldung nötig